Auf 1818 folgt 1820

Die alte Auskunftsnummer zog von Nidau bei Biel nach Marrakesch und Wien. Nun startet der ehemalige Geschäftsführer neu.

Ehemalige 1818-Mitarbeiter können nun in Biel weitertelefonieren (Symbolbild).

Ehemalige 1818-Mitarbeiter können nun in Biel weitertelefonieren (Symbolbild).

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Im Juni wurde die Auskunftsnummer 1818 von Nidau nach Wien und Marrakesch verlagert. Begleitet von Getöse, denn für die 66 Mitarbeiter fehlte ein Sozialplan. Erst nach der Intervention einer Gewerkschaft wurde dieser den Entlassenen gewährt. Der Wegzug war nicht nur für die Angestellten, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Seeland enttäuschend.

Doch nun gibt es in Biel ein neues Callcenter, entstanden aus der Nummer 1818. Gründer ist Peter Jósika, ehemaliger Geschäftsführer der Nummer 1818. Mit rund 10 Mitarbeitern startet er mit der Auskunftsnummer 1820; die Agenten und Agentinnen haben zuvor bei 1818 gearbeitet. Jósika setzt auf den Standort Schweiz und auf Swissness: Wer die Nummer 1820 wählt, soll Auskünfte erhalten, die über das Verkünden einer simplen Telefonnummer hinausgehen.

Zudem ist die Nummer preislich attraktiv; die Minute kostet 14 Rappen weniger als Auskünfte aus Marrakesch und Wien. Allerdings hat Jósika ein Problem: Die Nummer 1818 wurde mittels eines riesigen Werbeaufwands eingeführt. So viel Geld hat er nicht. Er hofft, trotzdem einen Marktanteil von fünf bis zehn Prozent erobern zu können. (Bieler Tagblatt)

Erstellt: 09.11.2015, 11:27 Uhr

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