Bund unterstützt Swiss bei der Finanzierung von Piloten

Bis zu 30 Millionen Franken sollen künftig in die Schweizer Aviatik fliessen, um Piloten und Fluglotsen auszubilden.

Teure Ausbildung: Swiss-Piloten bereiten sich im Cockpit auf einen Flug vor. (Archivbild)

Teure Ausbildung: Swiss-Piloten bereiten sich im Cockpit auf einen Flug vor. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Die Fluggesellschaft Swiss hat laut der Zeitung «Schweiz am Sonntag» offenbar erfolgreich beim Bund für eine finanzielle Unterstützung lobbyiert. In Zukunft dürften bis zu 30 Millionen Franken an die Schweizer Aviatik fliessen für die Ausbildung verschiedener Berufsgruppen, wie zum Beispiel Swiss-Piloten oder Fluglotsen der Flugsicherungsfirma Skyguide.

Die Forderung der Aviatikbranche basiert auf dem kürzlich revidierten Luftfahrtgesetzes. «Der Verordnungsentwurf wurde Anfang Juli an Aerosuisse zur Stellungnahme übergeben», sagt Bazl-Sprecherin Martine Reymond in der «Schweiz am Sonntag». Danach werde die Verordnung finalisiert und dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt. Dies sollte dann nur noch Formsache sein.

Kaum mehr Schweizer Bewerbungen

Die 18 Monate dauernde Grundausbildung für die Kurzstreckenflotte der Swiss kostet 130'000 Franken, wovon der Schüler 10'000 Franken bezahlen muss. Für die Schulung auf der Airbus-Flotte bezahlt der Schüler ebenfalls 10'000 Franken – bezahlt der Swiss später aber über sechs Jahre hinweg 75'000 Franken zurück. 45'000 Franken übernimmt die Swiss.

Bis Mitte der 90er-Jahre war auch die Swissair in den Genuss von Bundesgeldern gekommen. Allerdings hat seither das Piloten-Berufsbild in der Schweiz gelitten. Nur noch vier von zehn Bewerbungen bei der Swiss stammen von Schweizern. «In den meisten Einstiegskursen beträgt der Ausländeranteil weit über 50 Prozent», sagt Tobias Mattle vom Swiss-Pilotenverband Aeropers. Die Mehrheit der Aspiranten sind Deutsche. Heute beträgt der Ausländeranteil in den Swiss-Cockpits 16 Prozent, 11 Prozent sind Deutsche. 2007 waren es nur 5 beziehungsweise 1 Prozent. Die Aeropers prüft laut Mattle für die Zukunft eine Imagekampagne in der Schweiz. (rbi)

Erstellt: 18.08.2013, 11:47 Uhr

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