Chef von Tamoil-Raffinerie im Wallis verurteilt

Ein Umweltskandal in der Lombardei wird dem Raffineriechef in Collombey VS zum Verhängnis: Die italienische Justiz verurteilt ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten.

Direktor wurde verurteilt: Tamoil-Raffinerie in Collombey. (Archivbild)

Direktor wurde verurteilt: Tamoil-Raffinerie in Collombey. (Archivbild) Bild: Keystone

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Der Direktor der Tamoil-Raffinerie in Collombey VS ist in Italien wegen Umweltverschmutzung verurteilt worden. Er war Teil der Führung der betroffenen Raffinerie von Cremona in der Lombardei, wie heute die Zeitung «Le Nouvelliste» berichtete.

Zwei ehemalige Direktoren der Tamoil-Raffinerie wurden zu drei respektive sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der aktuelle Direktor der Tamoil-Raffinerie im Wallis sowie ein anderer Mitangeklagter kamen je mit bedingten Freiheitsstrafen von 20 Monaten davon, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

Vorwurf der Grundwasserverschmutzung

Der Raffinerie-Direktion wurde vorgeworfen, den Boden und das Grundwasser in der Region verschmutzt zu haben. Tamoil hatte die Verschmutzung 2001 selbst bekannt gegeben.

Das Unternehmen stellte sich aber auf den Standpunkt, dass der Boden schon vor dem Bau der Raffinerie verschmutzt gewesen sei. Die Anklage wies diese Argumentation zurück. Im Boden seien viel Öl und Zusatzstoffe für Benzin gefunden worden. (mrs/sda)

Erstellt: 06.08.2014, 11:54 Uhr

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