Churer will in Vals gross einsteigen

Remo Stoffel plant mit seiner Stoffel Partizipationen AG in Vals einen Hotelneubau für 50 Millionen Franken. Zudem will er alle Aktien der Hotel und Thermalbad Vals AG übernehmen.

Wechselt bald den Besitzer: Innenaufnahme des Kurbads Therme Vals.

Wechselt bald den Besitzer: Innenaufnahme des Kurbads Therme Vals. Bild: Keystone

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Der Churer Unternehmer Remo Stoffel plant eine Grossinvestition in Vals. Neben dem Neubau eines Hotels für 50 Millionen Franken will er das Hotel und Thermalbad Vals aufkaufen.

Die Gemeinde Vals kaufte die alte Therme mit Hotel 1983 von der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft und baute sie mit der Therme von Architekt Peter Zumthor zur heutigen Anlage aus. Nun sind Investitionen in die Beherbergungsinfrastruktur nötig, wie der Verwaltungsrat der Hotel und Thermalbad Vals AG heute bekanntgab.

70 Zimmer

Der Verwaltungsrat der Gesellschaft nahm das Angebot der Stoffel Partizipationen AG an und hofft auf die Zustimmung der Gemeindeversammlung. Das Investitionsprogramm sieht den Bau eines neuen Hotels mit 70 Zimmern und Sanierungen in den bestehenden Anlagen vor.

Geplant ist zudem, dass die Stoffel Partizipationen alle Aktien der Hotel und Thermalbad Vals und Landreserven zu einem Preis von 7 Millionen Fr. übernimmt. Zur Deckung einer Finanzierungslücke soll die Gemeinde Investitionsbeiträge im Umfang von 6 Millionen Fr. leisten, womit unter dem Strich 1 Millionen Fr. netto in die Gemeindekasse fliessen.

Kein Unbekannter

Im Sinne einer Investitionshilfe soll die Gemeinde ausserdem das Thermalwasser gratis abgeben und auf Baubewilligungs- und Anschlussgebühren verzichten. Auch vom Kanton Graubünden werden Beiträge erwartet.

Der erst 35 Jahre alte Immobilienunternehmer Remo Stoffel, ein gebürtiger Valser, ist kein Unbekannter. Schweizweit erregte er Aufsehen, als er im Frühling 2005 mit Partnern die Avireal aus dem Nachlass der SAir-Group kaufte.

Avireal mit Sitz im ehemaligen Swissair-Hauptsitz in Balsberg plant, baut und betreibt komplexe Immobilien und Infrastrukturen (Facility Management). Das Unternehmen befindet sich seit Herbst 2008 mehrheitlich im Besitz von Stoffel.

Avireal ist von einer Untersuchung durch die Eidgenössische Steueraufsicht betroffen, was vom Unternehmen letztes Jahr bestätigt wurde. Stoffel geriet überdies im Zusammenhang mit dem Konkurs eines Cafés in Pontresina ins Visier der Bündner Staatsanwaltschaft. Verurteilt wurde er nicht, womit die Unschuldsvermutung gilt. (wid/sda)

Erstellt: 21.09.2011, 23:13 Uhr

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