Coop steigert Umsatz dank Bio und Internet

Der Detailhändler hat 2013 einen Nettoerlös von 26,9 Milliarden Franken erzielt – 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Biologische Produkte verkaufen sich gut: Gemüseregal in der Coop-Filiale Südpark in Basel. (3. April 2013)

Biologische Produkte verkaufen sich gut: Gemüseregal in der Coop-Filiale Südpark in Basel. (3. April 2013) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Der Handelskonzern Coop hat im vergangenen Jahr seinen Nettoerlös um 0,8 Prozent auf 26,9 Milliarden Franken gesteigert. Im umkämpften Detailhandel, wo Coop hinter Migros die der Nummer Zwei der Schweiz ist, stiegen die Einnahmen um 1,7 Prozent auf 18,1 Milliarden Franken.

Coop beziffert den Rückgang des Preisniveaus des gesamten Sortiments mit 0,4 Prozent. Aus diesem Grund hat der Erlös aus dem Detailhandel real um rund 2,2 Prozent zugenommen.

Internet und Bio mit Plus

Deutlich mehr Absatz verzeichnete die Gruppe unter anderem bei Bio-Produkten und im Internethandel, wie mitgeteilt wurde. Bei der hauseigenen Bio-Marke «Naturaplan» stieg der Umsatz um 13,3 Prozent. Mit Bio-Produkten setzte das Unternehmen damit erstmals mehr als eine Milliarde Franken um.

Der Handel im Internet, wo Coop neben Lebensmitteln auch Elektronikwaren, Möbel, Kosmetik, Uhren und Schmuck anbietet, wuchs um 15,4 Prozent auf 906 Millionen Franken. Der Detailhandel hatte daran einen Anteil von 297 Millionen Franken, mit einem Zuwachs im Vorjahresvergleich von 28,9 Prozent.

Kunden, die über das Portal Coop-at-home per Mausklick einkauften und sich die Waren liefern liessen, brachten Coop im vergangenen Jahr einen Nettoerlös von 103 Millionen Franken, was im Vergleich zu 2012 einem nominalen Zuwachs von 12,6 Prozent entspricht.

Mehr Supermärkte

Das Rückgrat des Konzerns sind aber nach wie vor die Supermärkte. In den 828 Grossläden belief sich der Nettoerlös auf 10,6 Milliarden Franken. Der Zuwachs betrug 1,5 Prozent. Der Schweizer Detailhandel ist mit dem Erscheinen von Günstiganbietern und wegen des Einkaufstourismus' in Grenzregionen seit Jahren hart umkämpft.

Coop eröffnet indessen weiter Verkaufsflächen: Die Anzahl Supermärkte wuchs um sechs Geschäfte. Detailhandels-Verkaufsstellen zählte die Gruppe zum Jahresende 1933, 16 mehr als im Vorjahr. Insgesamt hatte Coop Ende 2013 2163 Verkaufsstellen, 35 mehr als ein Jahr davor.

Die von der Preisschrumpfung besonders betroffenen Elektronikhändler Interdiscount und Microspot sowie Coop Mineraloel vermochten beim Erlös ebenfalls zuzulegen. Die Baumarktkette Bau Hobby, die Coop-City-Warenhäuser - mit je einem Standort weniger - und der Elektronik- und Haushaltwarenanbieter Dipl. Ing. Fust, der ebenfalls von sinkenden Preisen getroffen wurde und auch einen Laden weniger aufweist als im Vorjahr, verloren nominal Umsatz.

Grosshandel wächst

Neben dem Detailhandel ist die Coop-Gruppe auch in mehreren europäischen Ländern im Handel tätig und in der Herstellung von Waren engagiert. Der Geschäftsbereich Grosshandel und Produktion stieg um 0,4 Prozent auf 11,1 Milliarden Franken.

Die 2010 übernommene Tochter Transgourmet im Abhol- und Belieferungsgrosshandel für die Gastronomie erzielte 8,2 Milliarden Franken Umsatz. Die Einnahmen liegen damit etwa die Höhe der in Franken gerechneten Erträge des Vorjahres. Das vollständige Ergebnis der Coop-Gruppe soll am 25. Februar bekannt gegeben werden. (mw/sda)

Erstellt: 06.01.2014, 11:03 Uhr

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