Der starke Franken belastet auch Swatch

Die Stärke der Währung hat den Uhren- und Schmuckkonzern in den ersten drei Monaten des Jahres 150 Millionen Franken beim Umsatz gekostet. Doch die Preise sollen eher moderat angehoben werden.

Das finanzielle Polster ist gross genug: Nick Hayek.

Das finanzielle Polster ist gross genug: Nick Hayek. Bild: Keystone

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«Wir haben uns entschieden, in gewissen Ländern und bei bestimmten Marken die Preise um moderate vier bis sechs Prozent anzuheben», sagte Nick Hayek in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Wegen der Wechselkurse stärker an der Preisspirale zu drehen, ist laut Hayek «kontraproduktiv». Die vereinzelten Preiserhöhungen reichten bei weitem nicht aus, die Verluste wegen der Schwäche von Euro und Dollar und die höheren Rohstoffpreise für Gold und Diamanten auszugleichen, sagte Hayek weiter.

Am Ziel, im laufenden Jahr über 7 Milliarden Franken Umsatz zu erzielen, hält Hayek laut dem Interview fest. Der Konzern, der im vergangenen Jahr 6,44 Milliarden erwirtschaftet hatte, verfüge über volle Auftragsbücher. Mit der Produktion nachzukommen, bleibe für sein Unternehmen das im Moment grösste Problem, sagte Hayek.

Während Swatch über komfortable Polster verfüge, müsse die Frankenstärke aus Sicht der KMU aber als existentielles Problem angesehen werden, sagte der Sohn des 2010 verstorbenen Firmengründers. «Das ist eine gefährliche Situation, die nicht unterschätzt werden darf», so Nick Hayek. (raa/sda)

Erstellt: 10.04.2011, 12:21 Uhr

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