Die Faszination der Schweizer für den A380

Seit einem Jahr fliegt die Airline Emirates mit dem weltgrössten Jet die Strecke Dubai–Zürich. 90 Prozent aller Sitze sind im Durchschnitt besetzt.

Die Fluggesellschaft zieht eine positive Bilanz: Ein A380 von Emirates am Flughafen Zürich.

Die Fluggesellschaft zieht eine positive Bilanz: Ein A380 von Emirates am Flughafen Zürich. Bild: Keystone

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Die Fluggesellschaft Emirates zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz zum Einsatz einer A380 auf der Strecke Dubai–Zürich. «Das Produkt ist gut angekommen», sagte Jürg Müller, der zuständige Länderdirektor der arabischen Fluggesellschaft, an einem Mediengespräch in Zürich.

Mit dem Einsatz des weltgrössten Jets ab Januar 2014 hat Emirates das tägliche Angebot ab Zürich von 707 auf 870 Sitze erhöht. «Einen Grossteil dieser zusätzlichen Kapazität konnten wir verkaufen», sagte Müller. Das Flugzeug mit 517 Sitzplätzen habe dem Schweizer Geschäft einen Wachstumsschub gebracht.

Im Durchschnitt seien 90 Prozent aller Sitze im A380 ab Zürich besetzt. Damit übertreffe dieser Flug die anderen aus der Schweiz angebotenen Verbindungen mit anderen Flugzeugtypen. Im ersten Halbjahr 2014/15 betrug der konzernweite Sitzladefaktor 81,5 Prozent.

Müller erklärt sich diesen Erfolg einerseits mit der ungebrochenen Faszination der Passagiere für diesen Flieger. «Der A380 ist sehr beliebt beim Publikum und auch bei den Reiseveranstaltern», sagte er. Andererseits stelle Emirates aber auch fest, dass Dubai als Reiseziel selbst an Beliebtheit zugelegt habe. «Wie London, Paris oder New York ist heute auch Dubai ein Städtereiseziel», sagte er.

Keine weiteren Ausbaupläne

Emirates fliegt zurzeit dreimal täglich aus der Schweiz nach Dubai. Ab Zürich gibt es zwei Flüge, ab Genf einen. Die Airline hat Mitte des letzten Jahres auch die Kapazität ab Genf um 90 Sitze erhöht. Anstelle einer Boeing 777-200ER setzt Emirates heute eine 777-300ER ein. Auch dieses zusätzliche Angebot war laut Müller gefragt. «Wir konnten die Auslastung der Flüge fast halten.»

Trotz diesem Erfolg gibt es zurzeit bei Emirates keine Pläne für einen weiteren Ausbau des Angebots. Vorerst gelte es, das bestehende Angebot zu stabilisieren, sagte Müller. Ein Unsicherheitsfaktor ist dabei die Aufhebung des Euromindestkurses. «Wir wissen noch nicht, was das für uns bedeutet», sagte er.

Emirates verfolgt seit Jahren einen strammen Wachstumskurs. Allein im vergangenen Jahr hat die Airline die Zahl der Destinationen um 8 auf 147 erhöht. Die 1985 gegründete Gesellschaft verfügt aktuell über eine Flotte von 231 Flugzeugen, mit der sie im letzten Geschäftsjahr 44,5 Millionen Passagiere beförderte. Der Umsatz betrug 23,9 Milliarden Dollar. (wid/sda)

Erstellt: 27.01.2015, 16:46 Uhr

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