Die grösste Airline der Welt

American Airlines und US Airways stehen kurz vor einer Fusion. Die Verhandlungen zwischen AMR-Chef Tom Horton und US-Airways-CEO Doug Parker sind weit fortgeschritten.

Bald nicht mehr insolvent: Eine 737 der American Airlines.

Bald nicht mehr insolvent: Eine 737 der American Airlines. Bild: Kamil Krzaczynski/Keystone

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Wie das «Wall Street Journal» berichtet, stehen die beiden amerikanischen Flugkonzerne American Airlines und US Airways kurz vor einer Fusion zur grössten Airline der Welt.

US Airways ist eine Tochtergesellschaft von American West und jetzt schon eine der grössten Airlines weltweit. American Airlines ist eine Tochter von AMR Corp., welche 2011 Insolvenz anmelden musste. Die Rettung aus der Insolvenz soll nun mit der Hilfe eines Restrukturierungsplans durch eine Vereinigung mit US Airways möglich sein. Dieser Plan erlaubt einer insolventen Firma, sich neu zu organisieren, um wieder geschäftsfähig zu werden.

Zuvor sträubten sich die Konzernleiter von American Airlines gegen einen Zusammenschluss. Sie wollten ursprünglich aus eigener Kraft aus der Insolvenz kommen, um ihre Unabhängigkeit nicht zu verlieren.

Aus der Fusion würde eine Fluggesellschaft hervorgehen, die einen Börsenwert von mehr als zehn Milliarden Dollar hätte. Die Aktionäre von US Airways erhalten gut 28 Prozent der Firmenanteile, die Aktionäre von American Airlines 72 Prozent. American Airlines besitzt 503 Flugzeugen und betreute bis 2010 über 86 Millionen Fluggäste. Die Luftfahrtgesellschaft beschäftigt 85'200 Menschen. US Airways verfügt über 339 Flugzeuge und beförderte mehr als 51 Millionen Passagiere. Bei US Aiways arbeiten ca. 35'000 Mitarbeiter.

Der Deal kann noch platzen

Durch die Fusionierung der Verwaltungen erhoffen sich beide Airlines erhebliche Kostenersparnisse. Die Fusion soll ausschliesslich über Aktien finanziert werden.

Die beiden Parteien versuchen bis zum 15. Februar, eine definitive Einigung zu finden. In den weit fortgeschrittenen Verhandlungen von AMR-Chef Tom Horton und US-Airways-CEO Doug Parker geht es aber noch um Eigentümeranteile, Managementposten sowie Aufsichtsratsplätze.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.02.2013, 12:12 Uhr

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