Die grossen Pläne von General Motors

4 Milliarden Euro in Europa und 11 Milliarden Dollar in China: Diese Investitionen hat der grösste US-Autobauer bereits angekündigt. Nun sagt GM, wie weit man das Portemonnaie in den USA öffnet.

Er kann sich auf einen Ausbau freuen: Nordamerika-Chef von GM, Mark Reuss, posiert vor einem neuen Chevrolet-Modell. (New York Auto Show, 27. März 2013)

Er kann sich auf einen Ausbau freuen: Nordamerika-Chef von GM, Mark Reuss, posiert vor einem neuen Chevrolet-Modell. (New York Auto Show, 27. März 2013) Bild: Reuters

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei seinen Zukunftsplänen setzt der US-Autobauer General Motors am stärksten auf den amerikanischen Heimatmarkt. Das zumindest kann man aus den neusten Zahlen lesen. Nachdem die Opel-Mutter bereits Investitionen von mehr als 4 Milliarden Euro in Europa und 11 Milliarden Dollar in China angekündigt hatte, sollen in den Vereinigten Staaten 16 Milliarden Dollar bis 2016 investiert werden. Das schrieb GM-Kommunikationschef Selim Bingol in einem vom «Wall Street Journal» veröffentlichten Brief.

Die China-Investitionen würden ausschliesslich aus den dortigen Gemeinschaftsunternehmen finanziert, Steuergeld aus den USA fliesse nicht in den grössten Einzelmarkt des Herstellers, schrieb der Manager. GM musste in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 mit Staatsgeldern gerettet werden.

Kampf der Titanen in China

In China kämpft General Motors mit Volkswagen um den Titel des grössten Autoherstellers. Je nachdem, wie die Verkäufe aus verschiedenen Gemeinschaftsunternehmen mitgezählt werden, liegt VW oder GM vorne. VW will bis 2015 weltweit rund 50 Milliarden Euro investieren.

Neben den USA und China will der US-Konzern auch sein Europa-Geschäft rund um die deutsche Tochter Opel wieder profitabel machen. Der Unternehmensumbau und der Sparkurs hatten bei Opel zuletzt erste Wirkung gezeigt: Die Verluste waren im ersten Quartal von fast 300 auf 175 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschrumpft.

Damals waren aber auch noch 3000 Menschen mehr für das Unternehmen tätig gewesen. Bis 2015 wird das Werk in Bochum geschlossen. 2015 soll Opel wieder Gewinne machen. (sda)

Erstellt: 06.05.2013, 10:19 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Michèle & Friends Was ich alles nicht tun werde

History Reloaded Zwei Fäuste und ein Bild für die Ewigkeit

Die Welt in Bildern

Heftiges Wortgefecht: Ein palästinensischer Mann und ein israelischer Soldat geraten aneinander wegen der israelischen Order, eine Schule bei Nablus zu schliessen. (15. Oktober 2018)
(Bild: Mohamad Torokman) Mehr...