Ein Gigant in der Kritik

Glencore ist einer der umstrittensten Konzerne der Welt. In zahlreichen Dok-Filmen wird das Unternehmen kritisiert. Eine Auswahl der pointiertesten Beiträge.

Viel Umsatz, viel Kritik: Glencore (Hauptsitz in Zug).

Viel Umsatz, viel Kritik: Glencore (Hauptsitz in Zug). Bild: Keystone

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Bereits 2009 brachte das SRF in seinem Magazin «Eco-Spezial» eine Sondersendung zum Ruf der Schweizer Firma Glencore. Diese hatte sich in den vergangenen Jahren vom Rohstoffhändler zum Rohstoffproduzenten weiterentwickelt. Das Magazin thematisiert unter anderem eine Studie zur Wahrnehmung von gesellschaftlicher Verantwortung, bei der Glencore auf dem letzten Platz landete.

Zwei Jahre später fragte sich Al Jazeera: «Übernimmt Glencore nun die Welt?». Denn Glencore, bis anhin im angelsächsischen Raum nur wenig bekannt, schaffte 2011 den grössten Börsengang des Jahres.

Das ARD berichtet ungefähr zur selben Zeit von den «dubiosen Rohstoffgeschäften eines Weltkonzerns». In der Sendung wird vor allem das Verhalten von Glencores Tochterunternehmen in Sambia kritisiert: Dort soll die Kupfermine für verschmutzte Luft durch Schwefel und Staub und somit an der Erkrankung vieler Anwohner Schuld sein.

Als 2012 die Fusion von Glencore und Xstrata bekannt wird, berichten verschiedene Medien über den Rohstoffriesen. So zum Beispiel ABC News, die fünf Fakten zu Glencore Xstrata skizzieren.

Tony Hayward, ehemaliger CEO von BP, war einst der «meistgehasste Mann» in der USA, nachdem Öl-Skandal im Jahr 2010. Von seiner vollständigen «Rehabilitation» spricht Reuters 2013 im Zusammenhang mit Haywards neuem Job: Hayward ist seit Mai 2013 der Präsident des Verwaltungsrates von Glencore.

Ein Jahr später muss sich Glencore Xstrata wieder massiver Kritik aussetzen als die «Rundschau» im SRF über «Glencore und die Asthma-Toten» berichtet. Erneut geht es um die Kupfermine in Sambia: Die Fabrik in Mufulira stösst grosse Mengen an Schwefeldioxid aus. Die daraus resultierende Belastung soll schon zu zahlreichen Todesfällen geführt haben. Die Luft soll sich laut SRF bis heute, trotz eines neuen Filters, nicht verbessert haben.

Erstellt: 03.03.2015, 12:32 Uhr

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