«Eine neue Erfahrung für mich: Redeverbot»

Tito Tettamanti wollte heute Abend in Basel einen Vortrag halten. Die Veranstaltung wurde aber kurzfristig abgesagt. Jetzt nimmt der Financier selber Stellung.

Grund für die Absage: Aufruf der linken Gruppierung BastA!.

Grund für die Absage: Aufruf der linken Gruppierung BastA!.

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Seit der Einsetzung von Christoph Blocher als Berater wartet die Stadt am Rheinknie vergebens auf ein Zeichen des neue Besitzers der «Basler Zeitung», Tito Tettamanti. Allein, es kommt nicht. Auch heute nicht, wo doch ein Vortrag an der Uni Basel vorgesehen war. «Mediokratie - Die Macht der Medien: eingebildet oder real?», lautete der Titel eines Vortrags, den der Financier ab 18.15 an der Uni gehalten hätte. Die Veranstaltung wurde aber kurzfristig abgesagt. Es gab einen Aufruf zu einer Demonstration.

Weder die Polizei noch die Veranstalter wollten heute Morgen auf Anfrage Stellung nehmen. Das macht jetzt Tettamanti selber. «Die Polizei hat die Organisatoren über eine vorgesehene Demonstration von 300 - 400 Personen in Zusammenhang mit meinem Referat informiert», so der Investor in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Aufgerufen zur Demonstration hatte die linke Gruppierung BastA!

«In Anbetracht der schon emotionsgeladenen Situation»

Angesichts der Entwicklung wurde die Veranstaltung abgeblasen. «Bei solchen Demonstrationen kann niemand Gewähr geben, dass Hitzköpfe die Situation nicht eskalieren lassen. In Anbetracht der schon emotionsgeladenen Situation und im Interesse auch der BaZ, haben die Veranstalter beschlossen, auf meinen Vortrag zu verzichten», so Tettamanti weiter.

Tettamanti, sonst aus eigenem Antrieb zurückhaltend mit öffentlichen Äusserungen, kritisiert indirekt die Vorkommnisse: «Eine neue Erfahrung für mich: Redeverbot.» Der Financier wollte reden. Gut möglich, dass er ausserhalb seines Vortrags auch über die Situation zur «Basler Zeitung» Stellung genommen hätte. Dazu kommt es nun vorerst nicht.

Erstellt: 22.11.2010, 09:56 Uhr

Hält den Vortrag an der Uni Basel nun doch nicht: Tito Tettamanti.

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