Erste Bank in Deutschland nimmt keine Münzen an

Eine Konsumentenschützerin kritisiert die deutsche Sparda-Bank: Sie akzeptiert kein Kleingeld mehr.

Kleingeld bedeutet für Banken einen grossen Aufwand. (Symbolbild)

Kleingeld bedeutet für Banken einen grossen Aufwand. (Symbolbild) Bild: Petra Orosz/Keystone

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Wer bei einer Bank seine Fünfräppler-Sammlung einzahlen will, muss dafür Gebühren in Kauf nehmen. Denn Kleingeld zu zählen bedeutet für Banken einen Mehraufwand.

Nun ergreift eine erste Bank restriktive Massnahmen. Bei der Sparda-Bank in Hannover können Kunden keine Münzen mehr einzahlen, berichtet Bild.de. Die Bank begründet den Schritt damit, dass Münzgeld für die 220'000 Privatkunden «eine immer kleinere Rolle» spiele. Von den im Jahr 2016 eingezahlten Guthaben mache es nur ein Prozent aus.

Eine Konsumentenschützerin kritisiert den Entscheid. «Geld ist Geld», sagt Anabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen zu Bild.de. «Ob als Schein oder als Münze – es muss mein Recht als Verbraucher sein, es zur Bank bringen zu können!» (ij)

Erstellt: 10.01.2017, 13:34 Uhr

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