Facebook darf WhatsApp übernehmen

«Keine engen Wettbewerber»: Die EU-Kommission in Brüssel hat dem US-Konzern grünes Licht für den Kauf des Messenger-Dienstes gegeben.

Der Konzern hatte im februar den Kauf von WhatsApp angekündigt: Elektronikkabel hängen vor dem Facebook-Logo. (24. September 2014)

Der Konzern hatte im februar den Kauf von WhatsApp angekündigt: Elektronikkabel hängen vor dem Facebook-Logo. (24. September 2014) Bild: Reuters

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Das soziale Netzwerk darf die beliebte Anwendung für Smartphones ohne Auflagen übernehmen, entschied die EU-Kommission in Brüssel. Zwar bieten beide Unternehmen Apps für Mobiltelefone an, durch die Konsumenten miteinander Textnachrichten oder Fotos austauschen können. Die beiden Dienste seien aber «keine engen Wettbewerber», zudem gebe es auch nach einem Zusammenschluss noch eine grosse Auswahl an Alternativen, begründeten die Brüsseler Wettbewerbshüter den Beschluss.

«Facebook Messenger und WhatsApp sind zwar zwei der beliebtesten Apps, aber die meisten Menschen nutzen ohnehin mehr als eine App», sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. «Wir haben die geplante Übernahme sorgfältig geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie den Wettbewerb auf diesem dynamischen, expandierenden Markt nicht beeinträchtigen wird.

Facebook hatte im Februar den Kauf von WhatsApp angekündigt. Das soziale Netzwerk will 19 Milliarden Dollar in bar und in Aktien zahlen. Die US-Behörden hatten im April schon grünes Licht gegeben. Der Kauf ist Facebooks bisher grösste Übernahme. Dadurch dürfte der Konzern auf dem Markt mit mobilen Angeboten noch stärker werden. (ajk/sda)

Erstellt: 03.10.2014, 12:25 Uhr

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