Flugzeugbauer Pilatus schnappt sich 800-Millionen-Auftrag

Die Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans können der australischen Luftwaffe 49 Trainingsflugzeuge verkaufen. Die Bestellung entspricht fast einem Jahresumsatz.

Millionen-Coup: Ein Flugzeugbauer der Pilatus AG bei der Arbeit an einer PC-12. (Archivbild: Keystone)

Millionen-Coup: Ein Flugzeugbauer der Pilatus AG bei der Arbeit an einer PC-12. (Archivbild: Keystone)

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Der Flugzeugbauer Pilatus aus Stans ergattert sich einen 800-Millionen-Auftrag. Ab Juni 2017 werden 49 PC-21 Trainingsflugzeuge nach Australien ausgeliefert. Zur Bestellung der Australian Defence Force gehören auch Simulatoren, Trainingsmaterial und der Unterhalt.

Pilatus holte sich den Auftrag innerhalb eines Joint Venture mit Lockheed Martin und Hawker Pacific. Der Anteil von Pilatus belaufe sich auf einen Wert von gegen 800 Millionen Franken, sagte Pilatus-Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk auf Anfrage. Dies entspreche fast einem Jahresumsatz.

Pilatus hatte 2014 einen Jahresumsatz von 1,174 Milliarden Franken erzielt. Davon entfielen 820 Millionen Franken auf das Segment Trainingsflugzeuge. Die neu bestellten Flugzeuge werden ab Juni 2017 während zwei Jahren an Australien ausgeliefert.

180 PC-21-Flugzeuge

Pilatus liefert der Australischen Luftwaffe die Flugzeuge und kommt für den Unterhalt auf, wobei dieser an das Subunternehmen Hawker Pacific weitergegeben wird. Lockheed Martin liefert die Simulatoren und die Software.

Die Australische Luftwaffe bildet seit 28 Jahren ihre Piloten auf Pilatus PC-9 Trainingsflugzeugen aus. Die PC-21 stellten nun für die kommenden 25 Jahre das Rückgrat der dortigen Pilotenausbildung dar, schreibt Pilatus in ihrer Mitteilung.

Mit dem Auftrag wächst die Zahl der PC-21-Flugzeuge auf 180 an. PC-21 sind bereits in der Schweiz, in Singapur, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar und in Saudiarabien im Einsatz. (slw/sda)

Erstellt: 09.12.2015, 10:10 Uhr

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