Glencore verkauft Kupfermine in Peru

Der Rohstoffhändler musste eine Auflage der Chinesen erfüllen – und verkaufte eine Mine in Südamerika für 5,1 Milliarden Franken.

Will grünes Licht für die Übernahme von Xstrata: Glencore-Sitz in Baar. (7. Februar 2012)

Will grünes Licht für die Übernahme von Xstrata: Glencore-Sitz in Baar. (7. Februar 2012) Bild: Keystone

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Der Rohstoffhändler Glencore hat seine Kupfermine Las Bambas in Peru für etwa 5,85 Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Franken) in bar verkauft. Damit erfüllt der Konzern eine Auflage des chinesischen Handelsministeriums für die Fusion mit dem ehemaligen Konkurrenten Xstrata, die im Mai 2013 abgeschlossen wurde.

Die Mine gehe an ein Konsortium, an dem das an der Börse in Hongkong gelistete Unternehmen MMG zu 62,5 Prozent beteiligt sei, teilte der Rohstoffgigant mit Sitz in Baar ZG mit. Der Deal stellt eine der grössten chinesischen Akquisitionen im Bergbaubereich der letzten Jahre dar.

Eine der grössten Minen

Glencore stimmte dem Verkauf der Mine zu, um von der Regierung in Peking grünes Licht für die 35 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata zu bekommen. Peking befürchtete, der fusionierte Konzern würde ansonsten zu viel Macht über den Kupfermarkt erlangen.

Las Bambas ist eine der grössten Minen im Projekt-Portfolio von Xstrata. Sie sollte im Jahr 2015 mit der Produktion beginnen. Es wird erwartet, dass die Mine in den ersten fünf Jahren rund 450'000 Tonnen Kupfer pro Jahr und danach rund 300'000 Tonnen pro Jahr produzieren wird. Die Transaktion werde voraussichtlich noch vor Ende des dritten Quartals 2014 abgeschlossen sein, heisst es im Communiqué von Glencore. (ajk/sda)

Erstellt: 13.04.2014, 23:04 Uhr

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