Heute kommt die 20er-Note – was bringt sie?

Neun Fragen, neun Antworten: Zur Veröffentlichung der zweiten Note aus der neuen Serie Schweizer Banknoten.

15 Sicherheitsmerkmale: Die neue Banknotenserie soll fälschungssicher sein.

15 Sicherheitsmerkmale: Die neue Banknotenserie soll fälschungssicher sein. Bild: SNB

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Nach 401 Tagen hebt sich der Vorhang zum zweiten Mal. Ab dem 17. Mai bringt die Schweizerische Nationalbank die neue 20er-Note in Umlauf. Der rötliche Schein ist der zweite der neuen Banknotenserie, der unter die Leute kommt. Den Start machte am 12. April 2016 der grüne 50er mit dem Sujet der Pusteblume. Welche Erfahrungen sammelte man mit der ersten neuen Note bis jetzt? Was ist von der zweiten zu erwarten? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist auf der neuen 20er-Note zu sehen?
Die 20-Franken-Note ist rot und 7 auf 13 Zentimeter gross. Sie behandelt das Thema Licht und soll die kreative Seite der Schweiz zeigen. Designerin Manuela Pfrunder setzt auf ein in Händen gehaltenes Prisma sowie Leinwand und Piazza des Filmfestivals von Locarno, welche die Schweiz «als Kulturschauplatz» darstellen. Daneben sind Schmetterlinge auf dem Schein zu sehen. Die genauen Details werden an einer Pressekonferenz am 10. Mai bekannt gegeben.

Wie wichtig sind eigentlich die 20er-Noten?
Schaut man auf die Zahl der kursierenden Noten, ist der 20er der zweitwichtigste Wert in der Schweiz. Aktuell befinden sich 84 Millionen Scheine im Umlauf. Häufiger ist nur noch der 100er mit 118 Millionen. Am dritthäufigsten ist der 10er mit 75 Millionen. Wertmässig ist der 20er mit einem Anteil von 2,3 Prozent am gesamten Notenumlauf allerdings eher unbedeutend.

Wie viele Noten hat die Nationalbank im Hinblick auf die Ausgabe am 17. Mai bereits gedruckt?
Die Währungshüter lassen sich nicht in die Karten blicken. Nur so viel verraten sie: «Der Bestand ist genügend gross, um die Nachfrage des Zahlungsverkehrs zu decken.»

Was folgt nach dem 20er?
Im Herbst wird die nächste neue Note in Umlauf gebracht. Es ist der 10er. Das genaue Ausgabedatum wird am 10. Mai bekannt gegeben. 2018 folgt die 200er-Note. Danach kommen der 1000er und im Verlaufe des Jahres 2019 die 100er-Note.

Bilder: Die Entwürfe zu den neuen Banknoten

Wie viele neue 50er-Nötli sind inzwischen im Umlauf?
In den Portemonnaies der Schweizerinnen und Schweizer stecken inzwischen rund 40 Millionen neue grüne Noten. Von den alten 50er-Scheinen sind noch über 10 Millionen Exemplare im Umlauf.

Gab es bereits Fälschungen der neuen 50er?
Vergangenes Jahr wurden insgesamt 590 gefälschte 50er-Scheine entdeckt. Nur ganz wenige Gauner versuchten sich an den neuen Scheinen. Man habe «rund ein Dutzend» gefälschte neue 50er entdeckt, erklärt eine Sprecherin des Bundesamtes für Polizei Fedpol. Die Nationalbank ergänzt: «Es waren sehr einfache Fälschungen, die sofort erkennbar waren und aus dem Verkehr gezogen wurden.» Die neue Serie ist mit 15 Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, mit denen die SNB ihre neue Notenserie fälschungssicher machen will.

Was passiert mit den alten Noten?
Die Nationalbank überprüft laufend alle Noten, die zu ihr zurückgelangen. Ihre Sortierautomaten können beschädigte und verschmutzte Scheine erkennen und sie gleich selbst vernichten. Die dabei entstehenden Schnipsel werden zu Pellets gepresst und danach in der öffentlichen Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt. Diesen Weg gehen auch die Noten der letzten Banknotenserie. Zu Pellets gepresste Schnipsel vernichteter Bankoten. Foto: SNB

Wie lange leben Schweizer Geldscheine?
Im Schnitt gibt die Nationalbank jedes Jahr rund 100 Millionen neue Noten aus, das heisst, fast jede vierte Note wird ausgetauscht. Die 200er- und 100er-Noten leben durchschnittlich vier Jahre, die 50er-, 20er- und 10er-Noten müssen bereits nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden. Die Lebenserwartung einer 1000er-Note ist höher als 10 Jahre.

Gab es unerwartete Probleme bei den neuen Noten?
Ja, die gab es. Die neue Note brach mitunter auf, wenn man sie der Länge nach faltete und das Plastikband verletzte. Zudem wurde davon berichtet, dass sie bei Berührung mit Wasser oder Schweiss abfärbe. Die Nationalbank sagt dazu nichts. Sie lässt aber zumindest durchblicken, dass sie auf die Startprobleme reagiert hat. «Die Ausgabe der neuen Banknoten ist ein kontinuierlicher Prozess, bei welchem Erkenntnisse gewonnen und allfällige Verbesserungen umgesetzt werden», sagt eine SNB-Sprecherin.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.05.2017, 08:06 Uhr

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