Immobilienmarkt kurbelt US-Wirtschaft an

In zehn von zwölf Regionen der USA ist die Wirtschaft leicht gewachsen. Zu verdanken ist dies laut einer Fed-Studie dem vermehrten Verkauf von Häusern. Am Arbeitsmarkt ist der Wachstumsschub nicht angekommen.

Die Immobilienpreise sind in die Höhe geschnellt: Zum Verkauf stehende Häuser in der Nähe von Washington.

Die Immobilienpreise sind in die Höhe geschnellt: Zum Verkauf stehende Häuser in der Nähe von Washington. Bild: Reuters

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Der erstarkende US-Immobilienmarkt hat nach Angaben des Fed nahezu im ganzen Land die Wirtschaft angekurbelt. Das Wachstum legte in zehn von zwölf Regionen von Mitte August bis September zu, wie aus einer veröffentlichten Studie der Notenbank hervorging.

Die zunehmende Zahl von Hausverkäufen hat demnach in den meisten Bezirken für steigende Immobilienpreise gesorgt. Zudem sei aus den meisten Teilen der USA ein Anstieg der Autoverkäufe gemeldet worden, hiess es. Die Verbraucherausgaben traten den Angaben zufolge jedoch weiter auf der Stelle. Der Report des Fed wird unter der Bezeichnung «Beige Book» achtmal im Jahr veröffentlicht und stützt sich auf Berichte aus den zwölf Regionalstellen der US-Notenbank.

Arbeitslosenquote bei 7,8 Prozent

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt habe sich jedoch kaum verändert. Die Arbeitsmarktentwicklung spielt eine entscheidende Rolle im Wahlkampf zwischen US-Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney. Im September war die Arbeitslosenquote überraschend auf 7,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Amtsantritt von Obama vor fast vier Jahren gefallen.

Dieser kämpft um seine Wiederwahl, die eng mit der Wirtschaftsentwicklung verbunden ist. Die US-Wirtschaft war im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von 1,3 Prozent gewachsen. (wid/dapd)

Erstellt: 11.10.2012, 09:06 Uhr

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