Johnson & Johnson bezahlt Rekordvergleich

Das US-Pharmaunternehmen muss angebliche Schmiergeld-Affären teuer bezahlen: Über zwei Milliarden Dollar bezahlt die Firma für die Beendigung von Rechtsstreitigkeiten.

Muss strengere Auflagen erfüllen: Johnson & Johnson-Hauptquartier In New Jersey.

Muss strengere Auflagen erfüllen: Johnson & Johnson-Hauptquartier In New Jersey. Bild: Keystone

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Der US-Konsumgüter und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson will Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit seinem Schizophrenie-Mittel Risperdal und anderen Medikamenten mit einem Milliardenvergleich beenden.

Insgesamt werde der Konzern 2,205 Milliarden Dollar zahlen, teilte das US-Justizministerium gestern mit. Dazu kämen strenge Auflagen. Johnson & Johnson wurde die Zahlung von Schmiergeldern an Ärzte und Apotheker vorgeworfen. Es handelt sich um einen der grössten Vergleiche in der US-Gesundheitsbranche.

Zudem soll der Konzern Medikamente für nicht zugelassene Anwendungen vertrieben haben. Die Vereinbarung betrifft laut Ministerium neben Risperdal auch das Schizophrenie-Mittel Invega und das Herzmedikament Natrecor. (mrs/sda)

Erstellt: 05.11.2013, 06:51 Uhr

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