Katar lässt Glencore zappeln

Auch nach der um zwei Milliarden Dollar aufgebesserten Offerte von Glencore für Xstrata hat Grossaktionär Katar seinen Widerstand noch nicht aufgegeben.

Noch ist die Übernahme von Xstrata nicht im Trockenen: Glencore-Hauptsitz in Baar.

Noch ist die Übernahme von Xstrata nicht im Trockenen: Glencore-Hauptsitz in Baar. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Qatar Holding will deutlich machen, dass noch keine Entscheidung darüber gefallen ist, ob das verbesserte Angebot angenommen wird oder nicht», teilte der Fonds am Dienstag mit.

Der Staatsfonds Katar Holding werde sich «zu gegebener Zeit» zum aufgebesserten Gebot des Rohstoffriesen Glencore für Xstrata äussern. Am Freitag hatte Glencore in letzter Minute sein Angebot für Xstrata erhöht und bietet nun 3,05 eigene Aktien je Xstrata- Anteil, bislang wollte der Rohstoffhändler nur 2,8 Aktien bezahlen. Das Übernahmeangebot ist damit 36 Milliarden Dollar schwer.

Mit nur 16,48 Prozent den Deal blockieren

Wichtige Grossaktionäre wie der Golfstaat Katar mit einem Anteil von 12 Prozent an Xstrata und der norwegische Staatsfond mit mutmasslich rund 3 Prozent hatten das ursprüngliche Angebot als zu niedrig zurückgewiesen. Die Katar Holding verlangte zuletzt 3,25 Aktien pro Xstrata-Anteilsschein.

Da bereits von Glencore gehaltene 34 Prozent der Xstrata-Aktien nicht stimmberechtigt sind, reicht schon eine Minderheit von 16,48 Prozent der Aktien, um das Geschäft zu blockieren.

Andere Aktionäre nehmen an

Wie die «Financial Times» am Dienstag ferner schreibt, können sich verschiedene andere grosse Xstrata-Aktionäre für das Angebot erwärmen. So habe der bislang ebenfalls skeptische Vermögensverwalter Standard Life, der 1,42 Prozent von Xstrata besitzt, angekündigt, das neue Angebot anzunehmen.

Weitere Investoren, die zu den 20 grössten Aktionären zählten, würden die Pläne ebenfalls «weitgehend unterstützen», warteten aber weitere Details ab. Ablehnung kam am Wochenende hingegen vom US- Vermögensverwalter Knight Vinke, der 0,54 Prozent an Xstrata hält. Knight Vinke fordert Xstrata auf, «den höchstmöglichen Preis zu verlangen.» (cpm/sda)

Erstellt: 11.09.2012, 09:39 Uhr

Artikel zum Thema

Glencore legt definitives Angebot vor – Glasenberg als Chef vorgesehen

Die Rohstoffhändlerin Glencore belässt ihr Angebot für Xstrata bei 37 Milliarden. Erfolgt die Fusion, muss Xstrata-Chef Davis die Leitung bald abgeben, erhält aber einen zweistelligen Millionenbetrag ausbezahlt. Mehr...

Xstra-Aktionär Knight Vinke lehnt Fusionsangebot von Glencore ab

Rohstoffe Die US-Beteiligungsgesellschaft Knight Vinke, wichtige Aktionärin des britisch-schweizerischen Bergbaukonzerns Xstrata, lehnt das aufgebesserte Angebot des Rohstoffriesen Glencore für eine Fusion ab. Mehr...

Rohstoffe Glencore bessert Angebot für Xstrata nach

ÜBERSICHT Der weltgrösste Rohstoffhändler Glencore will für die Übernahme des Bergwerkkonzerns Xstrata nun doch mehr zahlen. Mehr...

Blogs

Sweet Home Willkommen im Weihnachtswunderland

Mamablog Zur Erholung ins Büro?

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Feuerschweif: Eine Spezialeinheit demonstriert am Indian Navy Day in Mumbai ihr Können. (4. Dezember 2019)
(Bild: Francis Mascarenhas) Mehr...