Kaupthing-Kunden haben Geld zurückerhalten

Die Kunden der Genfer Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank haben den privilegierten Teil ihrer Guthaben von höchstens 30'000 Franken ausbezahlt erhalten.

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Die Auszahlung erfolgte gemäss Mitteilung inklusive Zinsen und abzüglich Verrechnungssteuer. Voraussetzung für die Auszahlung war, dass dafür ausdrücklich ein Antrag gestellt wurde, wie die Untersuchungsbeauftragten der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) sowie der Einlagensicherungsfonds der Schweizer Banken und Effektenhändler mitteilten. Einleger, die dies bisher noch nicht getan haben, können die Anmeldung gemäss Mitteilung nachholen, und zwar mit einem im Internet aufgeschalteten Antragsformular.

Die Auszahlung von Einlagen von mehr als 30'000 Franken, inklusive Zinsen, hängt gemäss den Angaben von der Entwicklung der Situation in Island, dem Ergebnis der zwischen Luxemburg, Belgien und Island geführten Diskussionen und vom Ausgang des laufenden Verfahrens am Hauptsitz der Bank in Luxemburg ab. Bis am 17. Oktober waren bereits sämtliche Guthaben in der Höhe von maximal 5000 Franken (inklusive Zinsen) vollumfänglich zurückbezahlt worden.

1700 Kunden mit 35 Millionen Franken

Mit den Auszahlungen wurde der Einlagensicherungsfonds zur Gläubigerin der Genfer Kaupthing-Niederlassung, und zwar in der Höhe des zu Gunsten der Einleger vorgeschossenen Betrages. Laut früheren Angaben der EBK sind insgesamt rund 1700 Kunden betroffen, die insgesamt etwa 35 Millionen Franken in Genf angelegt hatten. Mehr als 30'000 Franken haben offenbar nur einige wenige Kunden bei dem Institut platziert. Die Zweigniederlassung der Luxemburger Tochter der grössten isländischen Bank trat erst im vergangenen Juli in den Schweizer Markt ein und lockte Sparer mit Spitzenzinssätzen an. In Island steht Kaupthing nach riesigen Verlusten ebenso unter staatlicher Kontrolle wie die beiden andern Grossbanken Landsbanki und Glitnir. Am vergangenen 8. Oktober hatte Islands Regierungschef Geir H. Haarde vor dem Staatsbankrott gewarnt. (vin/ap)

Erstellt: 28.10.2008, 15:53 Uhr

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