«Keinerlei Tatverdacht ergeben»

Ein Verfahren gegen die UBS findet in Zürich nicht statt: Die Staatsanwaltschaft wird laut einem Bericht nicht auf eine Strafanzeige wegen Abgangszahlungen eintreten.

Grosszügig vom Arbeitgeber bedacht: Peter Kurer und Marcel Rohner (r.).

Grosszügig vom Arbeitgeber bedacht: Peter Kurer und Marcel Rohner (r.).

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Im Fall einer Strafanzeige von Rechtsanwalt Hans-Jacob Heitz ist eine Nichteintretensverfügung erfolgt. Dies bestätigte der Leiter der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte, Peter Pellegrini, laut einem Bericht der Zeitung «Sonntag». Ausgangspunkt war der Verdacht gewesen, die Abschiedszahlungen in die Pensionskassen der damaligen UBS-Chefs Peter Kurer und Marcel Rohner seien ein «willkürlicher Griff in die Kasse» gewesen, wie dies Heitz behauptet hatte. Damals flossen Beträge von 3,3 Millionen Franken an Kurer und von 1,2 Millionen Franken an Rohner.

Die Voruntersuchung zum Verdacht auf ungetreue Geschäftsbesorgung gegen die UBS verlief laut dem Zeitungsbericht jedoch im Sande. Seiner Staatsanwaltschaft III hätten «aufschlussreiche Unterlagen» zur Verfügung gestanden, wird Pellegrini zitiert, daraus habe sich «keinerlei Tatverdacht ergeben».

Den 370 Seiten starken Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) der eidgenössischen Räte zur UBS-Affäre hat Pellegrinis Staatsanwaltschaft laut dem Bericht unterdessen ebenfalls studiert. «Daraus haben sich keine neuen Erkenntnisse in strafrechtlicher Hinsicht ergeben», so Pellegrini. Er hält damit an seiner bisherigen Beurteilung fest. (raa)

Erstellt: 08.08.2010, 08:51 Uhr

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