Lidl erhöht Mindestlohn auf 4000 Franken

Der deutsche Discounter hebt die tiefsten Löhne in der Schweiz an, ebenso jene weiterer Mitarbeiter. Für die Erhöhung eingesetzt hatten sich Gewerkschaften.

Die Gewerkschaft Syna und KV Schweiz sind zufrieden mit der Erhöhung: Lidl-Filiale in der Schweiz.

Die Gewerkschaft Syna und KV Schweiz sind zufrieden mit der Erhöhung: Lidl-Filiale in der Schweiz.

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Der deutsche Discounter Lidl zahlt seinen Angestellten in der Schweiz neu einen Mindestlohn von 4000 Franken. Bisher lag dieser bei 3800 Franken. Zudem würden auch andere Lohnbänder nach oben angepasst, heisst es in einer Mitteilung.

Die Gesamtlohnsumme wird um 2,5 Prozent erhöht, schreibt Lidl Schweiz. Das Unternehmen bestätigt mit der Mitteilung zugleich Informationen der «SonntagsZeitung».

Ab Dezember

Die Erhöhungen sind im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geregelt und werden bereits ab Dezember umgesetzt. Das Unternehmen wolle sich zum Start des Weihnachtsgeschäfts bei den Mitarbeitenden bedanken, schreibt Lidl.

Die Gewerkschaft Syna und der Verband KV Schweiz sind zufrieden. «Der erfolgreiche Abschluss mit Lidl Schweiz beweist, dass im Detailhandel durchaus faire Löhne bezahlt werden können, so Carlo Mathieu, Branchenleiter Detailhandel der Gewerkschaft Syna, gemäss Mitteilung. Die Erhöhung sei ein wichtiges Signal für die ganze Branche, wird Karin Oberlin, Leiterin Sozialpartnerschaft beim KV Schweiz, zitiert.

Lidl hält sich seit dem März 2011 an einen Gesamtarbeitsvertrag. Die nicht an den Verhandlungen beteiligte Gewerkschaft Unia kritisierte den GAV damals als «Marketinginstrument». (mw/sda)

Erstellt: 29.09.2013, 12:36 Uhr

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