Logitech kehrt in die Gewinnzone zurück

Nach einem Verlust im ersten Quartal hat sich der Schweizer Computerzubehör-Hersteller wieder aufgefangen. Als Zugpferd erwies sich der asiatische Markt.

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Nach einem Verlust in den ersten drei Monaten hat sich der Computerzubehörhersteller Logitech im zweiten Quartal erholt. Das Unternehmen verdiente unter dem Strich 17,4 Millionen Dollar. Das ist allerdings immer noch nur knapp halb so viel wie in der Vorjahresperiode, wie aus den am Donnerstag präsentierten Quartalszahlen hervorgeht. Der Betriebsgewinn belief sich auf 23,5 Millionen Dollar, gegenüber 51,2 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Umsatz stieg leicht um 1 Prozent und erreichte 589,2 Millionen Dollar.

Logitech hatte im ersten Quartal, das von April bis Juni dauerte, einen Verlust von 30 Millionen Dollar eingefahren. Als Folge davon nahm Konzernchef Gerald Quindlen den Hut. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt Verwaltungsratspräsident Guerrino de Luca die Geschäfte interimistisch.

Für den Verlust mitverantwortlich war eine Sonderbelastung von 34 Millionen Dollar im Zusammenhang mit einer Preissenkung für die TV- Settopbox «Revue». Allerdings hatte sich Logitech auch vorwerfen lassen müssen, den Trend zu Tabletcomputern verschlafen zu haben.

Verlust im Halbjahr

Zur Halbzeit des Geschäftsjahres, welches im April begann, befindet sich Logitech trotz des Quartalsgewinns weiterhin in den roten Zahlen: In den ersten sechs Monaten verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 12,2 Millionen Dollar, nach 60,7 Millionen Dollar Gewinn im Vorjahr.

Beim Betriebsergebnis ergab sich ein Minus von 21,5 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr ein operativer Gewinn von 63 Millionen Dollar resultiert hatte. Der Umsatz lag auch im Halbjahr 1 Prozent höher bei 1,07 Milliarden Dollar.

Als Zugpferd im zweiten Quartal erwies sich der asiatische Markt, wo die Detailhandelsverkäufe um 22 Prozent zulegten. In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika sowie in Nord- und Südamerika gingen die Absätze dagegen um 1 Prozent zurück.

Aktienkurs schiesst durch die Decke

Mit den jüngsten Zahlen übertraf Logitech die Erwartungen der Anleger deutlich. Der Aktienkurs stieg bis am frühen Nachmittag um 17 Prozent. Der Gesamtmarkt, gemessen am Swiss Performance Index (SPI), lag derweil 2,1 Prozent im Plus.

Gleichzeitig mit der Präsentation der Quartalszahlen bestätigte Logitech seinen Ende September gesenkten Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr. So wird weiter ein Umsatz von rund 2,4 Milliarden Dollar und einen Betriebsgewinn von etwa 90 Millionen Dollar erwartet.

Weiter gab Logitech bekannt, dass das Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Dollar angepasst werden soll. Damit sollen künftige Aktienrückkäufe ermöglicht werden. Die Anpassung müsse von den Behörden noch genehmigt werden, heisst es in der Mitteilung. Derzeit könnten unter dem laufenden Programm noch Titel im Wert von 177 Millionen Dollar erworben werden. Im zweiten Quartal kaufte das Unternehmen nach eigenen Angaben Aktien für 73 Millionen Dollar. (jak/sda)

Erstellt: 27.10.2011, 09:14 Uhr

Vor dem Logitech-Sitz in Morges. (Bild: Keystone )

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