Mega-Abschreiber bei Schweizer Stromkonzern

Fast eine Milliarde muss Alpiq aus den Büchern nehmen. Der Umsatz bricht ein.

Die tiefen Grosshandelspreise machen der Alpiq zu schaffen: Logo des Stromkonzerns in Zürich. (Archivbild / 7.11.2014)

Die tiefen Grosshandelspreise machen der Alpiq zu schaffen: Logo des Stromkonzerns in Zürich. (Archivbild / 7.11.2014) Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Der Energiekonzern Alpiq schliesst das erste Halbjahr 2015 tief in den roten Zahlen ab. Unter dem Strich beläuft sich der Verlust auf 886 Millionen Franken. Der Umsatz brach von 4,1 Milliarden auf 3,3 Milliarden Franken ein.

Gründe für den Umsatzschwund sind tiefe Grosshandelspreise und der starke Franken. Die Aufwertung des Frankens nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses führte zudem auch zu Wertberichtigungen und Rückstellungen von 834 Millionen Franken. Diese Bilanzkorrekturen wurden insbesondere bei den Schweizer Wasserkraftwerken fällig, wie Alpiq am Freitag mitteilte.

Minus von 52 Millionen Franken

Darüber hinaus schmälerten ein Anleihenrückkauf für 28 Millionen Franken, das Zinsumfeld und die schwache Performance der Nuklearfonds das Finanzergebnis. Vor Sondereinflüssen resultierte damit ein Minus von 52 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr sieht sich Alpiq durch die tiefen Grosshandelspreise und den starken Franken herausgefordert. Das Kostensparprogramm von 100 Millionen Franken ist gemäss Communiqué auf Kurs. Es soll die negativen Effekte auf die Erfolgsrechnung teilweise ausgleichen. Alpiq rechnet – Abschreibungen nicht mitgerechnet – mit einem tieferen Resultat als im Vorjahr. (ij/sda)

Erstellt: 28.08.2015, 08:17 Uhr

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