Minivans von Opel und Peugeot aus einem Werk

Die strategische Allianz der beiden kriselnden Autohersteller Opel und Peugeot-Citroën nimmt Formen an. Erstmals wollen sie an einem Standort gemeinsam produzieren.

Allianz der Verlierer: Steve Girsky (r.), bei General Motors zuständig für Opel, und Peugeot-Citroën-Chef Philippe Varin bei einem Treffen in Brüssel. (24. Januar 2013)

Allianz der Verlierer: Steve Girsky (r.), bei General Motors zuständig für Opel, und Peugeot-Citroën-Chef Philippe Varin bei einem Treffen in Brüssel. (24. Januar 2013) Bild: AFP

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Opel und sein französischer Partner PSA Peugeot-Citroën haben erstmals die gemeinsame Produktion von Autos an einem Standort bekannt gegeben. Vorgesehen ist die Fertigung von Minivans für beide Hersteller im Opel-Werk im spanischen Saragossa, wie Opel am Dienstagabend am Stammsitz Rüsselsheim mitteilte. Es werde sich um Fahrzeuge handeln, die «sich erheblich voneinander unterscheiden und vollständig im Einklang mit den Merkmalen der jeweiligen Marke sein» werden, betonte Opel.

Der Bau der Autos ist Ergebnis der Entwicklung gemeinsamer Fahrzeugarchitekturen, welche die beiden angeschlagenen Hersteller im Dezember angekündigt hatten. Wie Opel mitteilte, sollen die ersten der gemeinsam entwickelten Fahrzeuge Ende 2016 in Saragossa vom Band rollen. Opel werde die technische Umsetzung des Projekts betreuen. PSA liefere Motoren und Getriebe. Die Umsetzung weiterer gemeinsamer Projekte wollten Opel und PSA zu einem späteren Zeitpunkt verkünden, wie Opel erklärte.

Strategische Allianz

In den vergangenen Tagen hatten Medien bereits über den möglichen gemeinsamen Bau von Fahrzeugen in Saragossa berichtet. Ausserdem war spekuliert worden, dass der Opel Zafira künftig in einem PSA-Werk in Sochaux in Ostfrankreich gebaut werden könnte.

Die Opel-Mutter General Motors (GM) aus den USA und PSA hatten im Februar 2012 eine strategische Allianz geschlossen. GM stieg mit sieben Prozent bei den kriselnden Franzosen ein. Dabei kündigten die Konzerne an, Opel und PSA künftig im Einkauf zusammenarbeiten zu lassen sowie bei der Nutzung von Fahrzeugarchitekturen und Bauteilen.

Opel und PSA leiden im Zuge der Eurokrise unter schwachen Verkaufszahlen. Beide Hersteller verkaufen vor allem auch in Südeuropa Autos, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist. Opel will überschüssige Produktionskapazitäten kürzen und deswegen das Werk Bochum Ende 2014 schliessen. Auch PSA hatte das Aus für ein Werk nahe Paris angekündigt.

(rub/AFP)

Erstellt: 02.10.2013, 11:16 Uhr

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