Mitarbeiter der BBC legen Arbeit nieder

Im Programm der britischen BBC könnte es heute zu Störungen kommen: Die Journalisten des Medienkonzerns sind nach gescheiterten Verhandlungen in einen 24-Stunden-Streik getreten.

Gescheiterte Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern: BBC-Gebäude in London. (Archivbild)

Gescheiterte Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern: BBC-Gebäude in London. (Archivbild) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Journalisten der britischen BBC sind aus Protest gegen betriebsbedingte Kündigungen heute in einen 24-stündigen Streik getreten. Um Mitternacht legten die Mitglieder der Journalistengewerkschaft NUJ bei der BBC ihre Arbeit nieder.

Einige Fernseh- und Radioprogramme könnten dadurch gestört werden. Die BBC will im Zuge drastischer Sparmassnahmen bis 2017 rund 2000 Stellen streichen, vor allem durch auslaufende Verträge und einen Einstellungsstopp. Nach Gewerkschaftsangaben sollen jedoch 30 dieser Stellen durch betriebsbedingte Kündigungen wegfallen.

Gescheiterte Verhandlungen

Der Streik wurde beschlossen, nachdem Verhandlungen über die Wiedereinstellung der 30 betroffenen Mitarbeiter gescheitert waren. NUJ-Generalsekretärin Michelle Stanistreet sagte, es gehe um die Verteidigung von Arbeitsplätzen und des Qualitätsjournalismus.

Eine BBC-Sprecherin sagte, die Rundfunkanstalt verstehe die Frustration der Mitarbeiter, sei aber enttäuscht wegen des Streiks. Die geplanten Stellenstreichungen betreffen vor allem die Sender BBC Scotland, Five Live, Asian Network und World Service. Nach Angaben der Gewerkschaft wurden seit 2004 insgesamt 7000 Stellen bei der BBC gestrichen. (mrs/sda)

Erstellt: 18.02.2013, 06:50 Uhr

Artikel zum Thema

Die Geburt eines Weltkonzerns

Vor 25 Jahren fusionierten die schwedische Asea und die Schweizer BBC zur ABB. Der Zusammenschluss wird heute als Erfolg gewertet. Doch das Vierteljahrhundert verlief nicht immer reibungslos. Mehr...

Krise bei BBC weitet sich aus

Nach dem Rücktritt von Generaldirektor George Entwistle bleiben bis auf Weiteres auch die Nachrichtenchefin und ihr Stellvertreter der Arbeit fern. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Kommentare

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Menschen in «Txatxus»-Kostümen nehmen am traditionellen ländlichen Karneval in Lantz, Nordspanien, teil. (24. Februar 2020)
(Bild: Villar Lopez) Mehr...