Nach Klima-Demo: Jetzt wehrt sich die UBS gegen die Vorwürfe

Die Bank ignoriere den Klimawandel, so die Aktivisten bei ihrer Aktion letzte Woche. Das wollte der Konzern nicht einfach so stehen lassen – und lud zum Medienanlass.

Hier will man zeigen, dass sich die Klimadebatte auch auf die eigene Arbeit auswirkt: Grossbank UBS. Foto: Ennio Leanza/Keystone

Hier will man zeigen, dass sich die Klimadebatte auch auf die eigene Arbeit auswirkt: Grossbank UBS. Foto: Ennio Leanza/Keystone

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Nachdem in der Vorwoche Greenpeace-Aktivisten in öffentlichkeitswirksamen Aktionen gegen die Grossbank protestiert hatten, erläuterte diese nun ihre Klimastrategie.

Mit dieser Klimastrategie und der Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Akteuren wolle sie den Übergang zu einer kohlendioxid-ärmeren Wirtschaft mitgestalten, hiess es an einem Medienanlass am Mittwoch in Zürich. Damit schütze man auch die Vermögenswerte der Kunden, wurde betont.

Die Projekte liefen schon, hiess es weiter. So seien etwa im Verlauf des vergangenen Jahres die kohlendioxid-relevanten Vermögenswerte auf 2,7 von zuvor 6,6 Milliarden US-Dollar gesenkt worden. Gleichzeitig seien die klimabezogenen nachhaltigen Investitionen in diesem Zeitraum auf 87,5 von zuvor 74 Milliarden US-Dollar angewachsen.

Keine Risiken in der Bilanz

Die Anfälligkeit des eigenen Unternehmens gegenüber Klimawandel-Risiken werde mit verschiedenen Instrumenten evaluiert, hiess es weiter. Bisher habe man keine signifikanten klimabezogenen finanziellen Risiken in der Bilanz festgestellt. Die Kunden würden ausserdem dabei unterstützt, die klimabezogenen Risiken zu beurteilen. Dazu habe die UBS Produkte und Dienstleistungen entwickelt, damit die Kunden den gewichteten CO2-Fussabdruck ihrer Investitionen ermitteln und an die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens anpassen können.

Das Asset Management der UBS habe sich auch mit anderen institutionellen Investoren zusammengeschlossen und eine Stellungnahme zum Klimawandel an die Regierungen bei der UN-Klimakonferenz unterstützt. Darin wurde etwa gefordert, die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Ziele zu erreichen, die Investitionen des Privatsektors für den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft zu beschleunigen und die klimabezogene Finanzberichterstattung zu verbessern.

Vermögensverwaltung wird wichtige Rolle spielen

Die Vermögensverwaltung sei ein bedeutender Aspekt der Strategie und man sei davon überzeugt, das Asset Manager eine wichtige Rolle bei der Limitierung des Klimawandels spielen können.

Die Bank hat in der Vermögensverwaltung im vergangene Jahr eine neue klimabewusste Strategie formuliert. Ein Teilaspekt davon sei das «Engagement Program», das insbesondere auf 50 grosse Unternehmen aus den Bereichen Öl&Gas und Versorger abzielt - etwa Shell oder Equinor.

Die Idee dahinter ist, dass man durch Einflussnahme, Ausübung der Stimmrechte und laufende Diskussion mit dem Management als Investor einen positiven Einfluss haben könne.

Statt sich aus Investitionen mit Energiefirmen und CO2-Verursachern komplett zurückzuziehen, könne die Strategie den Wandel so begleiten und unterstützen und damit langfristig einen grösseren positiven Effekt haben, ist die Bank überzeugt. (sda)

Erstellt: 17.07.2019, 13:20 Uhr

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