Nationalbank meldet 9-Milliarden-Verlust

Der abgestürzte Goldpreis vermasselt der Schweizerischen Nationalbank das abgelaufene Jahr. Und das hat schwerwiegende Folgen.

Meldet einen Verlust: Nationalbank in Bern.

Meldet einen Verlust: Nationalbank in Bern. Bild: Peter Schneider/Keystone

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Der im letzten Jahr gesunkene Goldpreis wirkt sich dieses Jahr auf die öffentlichen Finanzen aus: Weil die Goldbestände der Schweizerischen Nationalbank (SNB) kräftig an Wert verloren haben, erhalten Bund und Kantone von dieser keine Gewinnausschüttung. Gemäss einer Mitteilung erwartet die SNB für das vergangene Jahr einen Verlust von voraussichtlich 9 Milliarden Franken. Die Bewertungsverluste auf den Goldbeständen haben dabei ein Loch von rund 15 Milliarden Franken verursacht.

Etwas gestopft wird dieses mit einem Gewinn von rund 3 Milliarden Franken auf den Fremdwährungspositionen und einem Ertrag von über 3 Milliarden Franken aus dem inzwischen aufgelösten Rettungsfonds für die UBS. Nach Zuweisung von 3 Milliarden Franken an die Rückstellungen für Währungsreserven werde ein ausschüttbares Jahresergebnis von rund minus 12 Milliarden Franken resultieren, so die SNB in ihrer Mitteilung.

Verlust höher als Ausschüttungsreserven

Da dieser Verlust deutlich höher sei als die Ausschüttungsreserven von 5,3 Milliarden Franken, könne gemäss den Bestimmungen des Nationalbankgesetzes sowie der Gewinnausschüttungsvereinbarung mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement keine Gewinnausschüttung vorgenommen werden. Dies betrifft neben Bund und Kantonen auch die Dividende für die Aktionäre. (mw/sda)

Erstellt: 06.01.2014, 07:36 Uhr

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