Nun gibt es schon ab 250'000 Franken Negativzinsen

Die Postfinance senkt die Schwelle für Negativzinsen ab Dezember. Auch für Sparkonten werden die Zinssätze gesenkt.

Ein Mann bezieht am Postomat der Poststelle am Bärenplatz in Bern Geld. Bild: Keystone/Gaetan Bally

Ein Mann bezieht am Postomat der Poststelle am Bärenplatz in Bern Geld. Bild: Keystone/Gaetan Bally

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Die Postfinance senkt die Schwelle bei den Negativzinsen: «Bei Kundinnen und Kunden, die nur Liquidität bei uns parkieren, setzen wir den Schwellenwert neu bei 250'000 Franken an. Bei jenen, die aktiv mit uns zusammenarbeiten und eine breite Palette unserer Produkte, Dienstleistungen und Services nutzen, gilt weiterhin ein Schwellenwert von 500'000 Franken», bestätigt Postfinance gegenüber SRF.

«Bei jenen Kunden, die aber das Sparkonto ausschliesslich zum Parkieren von Geld benutzen, gilt ab Dezember der neue Schwellenwert», betonte Postfinance. Dann werde eine Guthabengebühr von 1 Prozent auf die über dem Schwellenwert liegenden Einlagen fällig. Bereits seit 1. November gelten tiefere Zinssäte für Sparkonten (von 0.05 auf 0.025 Prozent) und Vorsorgekonten (von 0.2 auf 0.15 Prozent). Die Postfinance habe die Betroffenen informiert: «Alle Kunden, die kein Schreiben erhalten haben, sind nicht betroffen».

Weil sie aufgrund des akutellen Rechtsrahmens keine direkten Kredit- und Hypothekengeschäft betreiben darf, seien die Negativzinsen der Nationalbank für Postfinance besonders einschneidend.

«Zinsdifferenz nicht zu stark erodiert»

Weitere Zinssenkungen in wichtigen Währungsräumen könnten die Schweizerische Nationalbank (SNB) derweil in Zugzwang bringen. Die Notenbank legt Wert darauf, dass die Zinsen in der Schweiz stets ein Stück tiefer sind als im Ausland. Andere Zentralbanken haben ihre Zinsen gesenkt, während die SNB den Leitzins zuletzt unverändert bei minus 0,75 Prozent hielt.

«Mit dem Negativzins stellen wir sicher, dass die traditionelle Zinsdifferenz gegenüber dem Ausland nicht zu stark erodiert», sagte SNB-Präsident Thomas Jordan Ende Oktober bei einer Veranstaltung in Bern laut Redetext. «Eine weitere Verengung der Zinsdifferenz würde den Aufwertungsdruck auf den Franken erhöhen, was zu tieferem Wirtschaftswachstum und steigender Arbeitslosigkeit führen würde.»

Lesen Sie jetzt: Tiefe Zinsen, was Sparer nun tun können Das Sparkonto rentiert kaum, Gold ist zu unsicher, Immobilien zu teuer. Der Experte verrät drei lukrative Alternativen.

Erstellt: 07.11.2019, 13:35 Uhr

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