PKZ-Patron Burger ist tot

Die Modehauskette PKZ trauert um ihren VR-Präsidenten. Olivier Burger ist im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung verstorben.

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Es kam völlig überraschend. Selbst Mitarbeiterinnen der PKZ-Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse haben am Abend noch nichts von der traurigen Nachricht gewusst: Ihr Patron, Ph. Olivier Burger ist tot. Der Inhaber der Modekette ist mit 61 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung verstorben, die er offenbar am Samstag erlitten hatte.

Mit Burger verliert die Schweizer Modebranche einen erfahrenen Unternehmer. Er stieg 1984 in sein Familienunternehmen ein und übernahm drei Jahre später dessen Führung. Seit 2005 war er Alleineigentümer von PKZ. Im vorletzten Sommer führte er die Gruppe in eine Holding-Struktur über.

Unter Burgers Führung ist die Gruppe stark gewachsen. Er übernahm Marken wie Esco und Feldpausch. Der Modepatron war in der Branche bekannt dafür, stets eine Antwort auf Veränderungen parat zu haben. In den 1980er Jahren war er der Erste, der den Fachgeschäfte-Mief aus seinen Läden vertrieb. Er nahm bekannte Marken ins Sortiment auf und positionierte sich als Multi-Brand- Spezialist. Ende der Nullerjahre lancierte Burger als Antwort auf die globalen Modeketten eine eigene Kollektion unter dem Namen Paul Kehl. Auch andere Konzepte wie Blue Dog und Burger wurden unter ihm lanciert.

Die jüngsten Umwälzungen, etwa die wachsende Online-Konkurrenz, stellten den Trendsetter vor grosse Herausforderungen. Er reagierte mit der Markenkonzentration auf PKZ. Kleine Filiale schloss er, grössere stärkte er. Potenzial sah Burger vor allem im Onlinekanal, dem er mit einem kürzlich lancierten Redesign und einer neuen Kampagne Schub verleihen wollte. Ziel war es, online bereits nächstes Jahr in einer Vollkostenrechnung schwarze Zahlen zu schreiben.

Für die Erreichung dieser Ziele sind nun andere zuständig. Die Kontinuität des Unternehmens sei auf allen Ebenen gesichert, heisst es in der Mitteilung. Die Unternehmensleitung werde die PKZ-Gruppe unverändert in seinem Sinne weiterführen. Anfang Jahr hatte Burger die operative Leitung an die ehemalige Globus-Managerin Manuela Beer abgegeben. Das Unternehmen erzielt mit rund 550 Mitarbeitern knapp 190 Millionen Franken Umsatz.

Privat hinterlässt Burger zwei erwachsene Söhne. Er war in zweiter Ehe verheiratet. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.12.2015, 19:53 Uhr

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