Peter Kurer: «UBS bleibt selbstständig»

UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer ist überzeugt, dass seine Bank 2009 wieder profitabel sein wird.

«Wir gehen unsere Probleme mit grossem Tempo an»: Peter Kurer (r.), zusammen mit Konzernchef Marcel Rohner.

«Wir gehen unsere Probleme mit grossem Tempo an»: Peter Kurer (r.), zusammen mit Konzernchef Marcel Rohner. Bild: Keystone

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Nun stehe noch ein «holpriges zweites Halbjahr» bevor, wobei die gröbsten Probleme bewältigt seien, sagt Kurer in einem heute vorab veröffentlichten Interview der «Basler Zeitung».

Kurer zeigt sich im Gespräch überzeugt, dass die UBS auch in zwei Jahren noch eine selbstständige Schweizer Bank sein werde. Der Grundstein für eine neue Zukunft sei gelegt. Die Risiken seien reduziert, die Kosten gesenkt, die Strategie geändert, der Verwaltungsrat erneuert und Manager ausgetauscht worden. «Wir gehen unsere Probleme mit grossem Tempo an und werden erfolgreich aus der Krise kommen», sagte Kurer.

In den USA präsent bleiben

Die kommende generelle konjunkturelle Abschwächung wird die UBS laut Kurer weniger hart treffen als die Wertvernichtung im amerikanischen Hypothekenmarkt. Auf die Frage, ob die USA längerfristig überhaupt noch Basis für ein profitables Geschäft bieten könnten, stellt Kurer fest: «Wir können sicher nicht in den USA einfach eine grosse Präsenz markieren ohne Geld zu verdienen. Darum müssen wir bei der Implementierung der neuen Strategie darauf achten, das auch dort die Rechnung aufgeht.» In der strategischen Beurteilung werde immer alles unvoreingenommen angeschaut. Aber es bestehe kein Plan zu einem Ausstieg oder einem Verkauf in den USA. Das US-Geschäft mache ungefähr 40 Prozent des Umsatzes und der Mitarbeiter aus und sei damit sehr bedeutend.

Kurer bekräftigt im weiteren, dass auch mit der Abtrennung der Investment Bank keine der UBS-Geschäftseinheiten zum Verkauf stehe. «Wir wollen einfach mehr Flexibilität für die Zukunft, damit wir handeln könnten, sollte es eines Tages klar sein, dass eine Trennung für den Aktionär mehr Geld bringt», erklärt der seit rund 100 Tagen amtierende Präsident des UBS-Verwaltungsrates. (ret/ap)

Erstellt: 16.08.2008, 15:45 Uhr

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