Pilatus muss für Grossaufträge Fachkräfte im Ausland holen

400 neue Jobs schaffen drei Aufträge beim Flugzeugbauer Pilatus in Stans. Zwar rekrutiere man vorab in der Schweiz. Das allein genügt allerdings nicht.

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Volle Auftragsbücher bei Pilatus: Der Flugzeughersteller in Stans NW erhielt von der Qatar Emiri Air Force einen Auftrag für 24 Trainingsflugzeuge des Typs PC-21. Mehr als 600 Millionen Franken ist er wert und folgt auf zwei Grossaufträge im vergangenen Mai (wir berichteten). Innert zwei Tagen hatte Pilatus 75 PC-7 MKII an Indien verkauft sowie mit 55 PC-21 an Saudiarabien den grössten Auftrag in seiner Geschichte erhalten.

Die insgesamt drei umfangreichen Bestellungen würden dem Unternehmen volle Auslastung über die nächsten Jahre garantieren und den Standort sichern, so Pilatus-Chef Oscar Schwenk in einer Mitteilung vom Montag. Dazu sollen beim Werk in Stans zwei neue Fabrikationshallen gebaut und die Infrastruktur generell erweitert werden. Um die Aufträge abwickeln zu können, werden ausserdem rund 400 neue Arbeitsplätze geschaffen, viele davon mit hochqualifizierten Fachkräften.

Viele Fachkräfte aus der Schweiz

Ein ehrgeiziges Ziel, besonders wenn man bedenkt, dass 2014 die ersten Flugzeuge an Saudiarabien und Katar geliefert werden. Wie ist das möglich? «Die Rekrutierung findet vorrangig in der Schweiz statt und zieht sich über die nächsten Monate und Jahre hinweg», sagt Kurt Bucher, Personalchef der Pilatus Flugzeugwerke, auf Anfrage. «Hochspezialisierte Fachkräfte aus dem Aviatikbereich suchen wir ausserdem in Europa, Amerika und ganz allgemein im Ausland.»

Für welche Bereiche werden neue Leute gesucht? «Der Schwerpunkt liegt auf Fachkräften in Bereichen wie Avionik, Mechanical Engineering, Training, Qualitätsmanagement sowie Methodik und Planung», erklärt Bucher. «Gesucht werden auch Handwerker wie Spengler, Elektriker oder Mechaniker.» Ihnen winken auch spätere Tätigkeiten als Servicemechaniker bei den Kunden im Ausland.

Erstellt: 24.07.2012, 17:57 Uhr

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