Räuber schlagen doppelt so oft zu – Banken rüsten auf

Banken werden immer öfter ausgeraubt: Im laufenden Jahr gab es schon mindestens 11 Überfälle in der Schweiz. Das hat gemäss Strafrechtsprofessor Martin Killias einen bestimmten Grund.

Die Banken trainieren ihre Mitarbeiter vermehrt mithilfe von Überfall-Simulationen: Eine Übung der Tessiner Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit einer Bank in Novazzano. (Archivbild)

Die Banken trainieren ihre Mitarbeiter vermehrt mithilfe von Überfall-Simulationen: Eine Übung der Tessiner Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit einer Bank in Novazzano. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die Zahl der Banküberfälle in der Schweiz ist von jährlich 26 im 2009 auf 41 im Jahre 2012 gestiegen. Dies zeigt eine Auswertung des Bundesamts für Statistik für die «Sonntagszeitung».

Im laufenden Jahr gab es schon mindestens 11 Banküberfälle. Der Zürcher Strafrechtsprofessor Martin Killias führt die Zunahme auf eine Ausweichbewegung bei Kriminellen zurück. Diese hätten bis vor wenigen Jahren Bijouterien bevorzugt.

Seit die Schmuckgeschäfte jedoch ihre Sicherheitsmassnahmen verbessert hätten, gebe es eine Trendwende: «Jetzt schwenken die Räuber wieder vermehrt auf Banken um», sagt Killias gegenüber der «Sonntagszeitung».

Banken reagieren bereits

Die Banken reagieren auf die stärkere Gefährdung: In der Gemeinde Buchberg SH schloss die Raiffeisenbank in ihrer Filiale den Schalter aus Angst vor Überfällen. Killias schliesst nicht aus, dass weitere Banken ihre Barauszahlungen abschaffen könnten: Die hohen Investitionen in die Sicherheit könnten für verschiedene Filialen das Todesurteil sein, meint er.

In der Tat lassen sich die Banken die Sicherheit etwas kosten und rüsten ihre Filialen auf. Sie stellen Sicherheitsleute an, nehmen bauliche Massnahmen vor oder trainieren ihre Mitarbeiter mithilfe von Überfall-Simulationen. (rbi)

Erstellt: 21.04.2013, 06:58 Uhr

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«Die Kriminellen weichen aus»: Der Zürcher Strafrechtsprofessor Martin Killias. (Archivbild) (Bild: Keystone )

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