Ruag macht Rekordgewinn

Der bundeseigene Rüstungs- und Technologiekonzern hat 2015 einen Gewinnsprung um knapp 39 Prozent auf 117 Millionen Franken hingelegt – ein neuer Rekord.

Trotz Frankenaufwertung und Exportblockade erfolgreich: Die Produktion der Ruag in Emmenbrücke. (Archiv)

Trotz Frankenaufwertung und Exportblockade erfolgreich: Die Produktion der Ruag in Emmenbrücke. (Archiv) Bild: Urs Flüeler/Keystone

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Die Ruag erwirtschaftete 2015 einen deutlich höheren Gewinn als im Vorjahr. Der Umsatz sank leicht um 2,1 Prozent auf 1,744 Milliarden Franken. Alle fünf Divisionen waren profitabel.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen erreichte 137 Millionen Franken, gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Wie der Konzern heute mitteilte, kam der Anstieg trotz der Exportblockade in die meisten Länder des Nahen Ostens und dem starken Franken zustande.

VBS bleibt wichtigster Kunde

Der Umsatzrückgang ist in erster Linie auf Währungseffekte zurückzuführen. Ohne diese wäre die Kennziffer um 2,5 Prozent gestiegen. Das Militärgeschäft trug 45 Prozent zum Umsatz bei nach 43 Prozent im Vorjahr.

Der wichtigste Kunde blieb das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport mit einem Umsatzanteil von 32 Prozent. Im Vorjahr hatte die Ruag noch 30 Prozent der Produktion an den Bund verkauft. Den Anstieg zum Vorjahr begründet das Unternehmen mit der Frankenstärke.

Gratis-Mehrarbeit hat sich ausgezahlt

Ruag-Chef Urs Breitmeier zeigte sich an der Bilanzmedienkonferenz im luzernischen Emmen zufrieden mit dem Jahr. Ruag habe neue Märkte erschlossen, den Einkauf optimiert und Kosten auf allen Ebenen hinterfragt. Zudem sei ein Programm zur Produktionssteigerung lanciert worden.

Nicht zuletzt die Gratis-Mehrarbeit von rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz habe zum Erfolg beigetragen. Ruag hatte die Arbeitszeit im Mai 2015 um drei Stunden pro Woche erhöht, die Massnahme auf April 2016 aber wieder aufgehoben. Die Mitarbeitenden erhielten dafür eine Prämie. (nag/sda)

Erstellt: 17.03.2016, 11:17 Uhr

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