SBB: Drei Millionen Franken Schäden durch Fussball-Rowdies

In der abgelaufenen Saison haben randalierende Fussballfans drei Millionen Franken Schäden in SBB-Extrazügen verursacht. Dies bestätigt die SBB gegenüber der Sendung «10vor10».

Wütende Hooligans: Die SBB muss für die Schäden selber aufkommen.

Wütende Hooligans: Die SBB muss für die Schäden selber aufkommen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die SBB wollen nun die Notbremse ziehen. «Wir fordern, dass Fussballklubs künftig für Schäden aufkommen und das wir keine gewalttätigen Fans mehr transportieren müssen», sagte SBB-Sprecher Reto Kormann. In der abgelaufenen Fussballsaison organisierten die SBB 140 Fussball-Extrazüge, damit mögliche Randalierer nicht Passagiere in normalen Zügen stören.

Ein Engagement, das die SBB teuer zu stehen kommt, wie Recherchen von «10vor10» zeigen: Drei Millionen Franken Schäden verursachten Fussball-Randalierer praktisch aller Klubs in den Extrazügen.

SBB-Sprecher Reto Kormann sagt: «Wir haben Schäden praktisch jedes Wochenende. Drei Millionen Schäden in der abgelaufenen Saison alleine. Wir wollen das unseren Kunden und unseren Mitarbeitern nicht mehr länger zumuten.»

Fussball-Nationalliga schweigt

Jetzt fordern die SBB von Fussball-Liga und Klubs konkrete Massnahmen um das Problem zu bekämpfen. SBB-Sprecher Reto Kormann: «Klubs sollten mehr Verantwortung übernehmen müssen für das Verhalten ihrer Fans in Bahnhöfen und Zügen. Jene, die die Schäden verursachen, sollten auch für die Schäden aufkommen.»

Die SBB gehen noch weiter und wollen gar gewalttätige Fans ab der neuen Saison nicht mehr transportieren. Reto Kormann gegenüber «10vor10»: «Wir sollten von der Transportpflicht befreit werden. Gewaltbereite Fans wollen wir nicht mehr transportieren.»

Die Swiss Football League (SFL) sowie zahlreiche Spitzenvereine wollten sich gegenüber «10vor10» nicht zur Kostenübernahme durch die Klubs äussern. (bru)

Erstellt: 17.05.2010, 22:44 Uhr

Umfrage

Sollen die SBB das Recht haben, gewalttätige Fans nicht mehr transportieren zu müssen?

Ja

 
92.4%

Nein

 
7.6%

1256 Stimmen


Artikel zum Thema

So sieht der neue Doppelstockzug aus

Die SBB löst die grösste Bestellung ihrer Geschichte aus. Sie beauftragt Bombardier mit dem Bau von 59 Doppelstockzügen. Der neue Zug bietet eine solide Ausstattung auf dem neusten Stand der Technik. Mehr...

Paid Post

«Sie mussten tun, was ich ihnen befahl!»

Eine Single-Frau berichtet über ihre erotischen Erlebnisse auf dem Datingportal TheCasualLounge.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Sie kann gar nicht gross genug sein: Beobachtet von Schaulustigen, reitet ein Surfer vor der Küste von Nazaré, Portugal, auf einer Monsterwelle. (18. Januar 2018)
(Bild: Armando Franca/AP) Mehr...