SBB planen den «Pendler-Alarm»

Die Bundesbahnen arbeiten an einem Push-Service für Verspätungen und Zugausfälle.

Das Ziel sei es, App-Nutzer automatisiert über Störungen und Informationen zu Baustellen zu informieren, sagte ein Sprecher der SBB. Foto: Keystone

Das Ziel sei es, App-Nutzer automatisiert über Störungen und Informationen zu Baustellen zu informieren, sagte ein Sprecher der SBB. Foto: Keystone

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Die SBB kämpfen zunehmend mit Verspätungen. Um die Passagiere frühzeitig vor solchen Unannehmlichkeiten zu bewahren, planen die Bundesbahnen nun einen personalisierten Push-Dienst für Verspätungen – eine Art «Pendler-Alarm» also. Pendler könnten künftig eine Meldung auf ihr Handy erhalten, sobald es zu einer Unregelmässigkeit auf der gewählten Strecke kommt. Dies bestätigte ein Sprecher der SBB gegenüber der «Aargauer Zeitung». Die SBB selber möchten jedoch nicht von einem «Pendler-Alarm» sprechen, da die Funktion allen Reisenden offenstehe.

Das Ziel sei es, App-Nutzer automatisiert über Störungen und Informationen zu Baustellen zu informieren. «App-Nutzer können künftig für alle Strecken Push-Benachrichtigungen abonnieren.» In einem ersten Schritt wollten die SBB jedoch nur über Zugsausfälle, Verspätungen und Gleisänderungen informieren.

Ab Ende 2019 oder Anfang 2020 sollen erste Tests in der SBB-Preview-App stattfinden. Sollte das Projekt ein Erfolg werden, wird es anschliessend in die offizielle SBB-App integriert. Die SBB selbst befürchten jedoch, dass ein Push-Service die Nutzer stören könnte – insbesondere wenn sie nicht relevant oder nicht korrekt seien. Deshalb verzichte man in einem ersten Schritt auf automatische Vorschläge für alternative Reiserouten. «Dafür wären weitergehende Informationen zum genauen Reiseziel und zum vorhandenen Billett oder Abo nötig.» Um eine neue Verbindung zu erhalten, müssten die Kunden somit weiterhin eine neue Fahrplanabfrage tätigen.

Nutzer müssen SBB-Push-Meldungen erlauben

Die Möglichkeit auf eine Push-Funktion sei in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bereits geregelt. Die App-Nutzer müssten jedoch die Meldungen aktiv zulassen. Sollten in Zukunft die Kundendaten mit dem persönlichen Abonnement abgeglichen werden, müssten die SBB die AGB allerdings anpassen, schreibt die «Aargauer Zeitung».

An den bisherigen Informationskanälen wie den Lautsprecherdurchsagen und den digitalen Fahrplänen an den Bahnhöfen wolle man aber trotz der technologischen App-Aufrüstung festhalten. (step)

Erstellt: 17.07.2019, 12:34 Uhr

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