Schloter wollte die Swisscom verlassen

Der verstorbene Chef des Schweizer Telecomkonzerns, Carsten Schloter, war laut einem Bericht im Gespräch mit Headhuntern.

Wie war sein Verhältnis mit VR-Präsident Hansueli Loosli? Carsten Schloter.

Wie war sein Verhältnis mit VR-Präsident Hansueli Loosli? Carsten Schloter. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wie die «Bilanz» vorab meldet, schielte Carsten Schloter auf einen Job ausserhalb der Swisscom. Er war demnach auch im Gespräch für den Chefposten eines Joint Ventures zwischen der Schweizer Velofirma BMC/Stromer, Swisscom, Google und dem amerikanischen Elektroautohersteller Tesla.

Weiter schreibt die «Bilanz» von Spannungen mit VR-Präsident Hansueli Loosli. Die Unstimmigkeiten seien sogar bis zu Uvek-Vorsteherin Doris Leuthard durchgedrungen. Die Bundesrätin habe den Swisscom-Chef darauf angesprochen, es habe sich daraus aber weiter nichts ergeben.

Schloter hatte sich am vergangenen 23. Juli in seinem Haus in der Romandie das Leben genommen. Er habe unter einem klassischen Burn-out gelitten, sagt ein Vertrauter gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Er habe sich nicht medizinisch behandeln lassen und habe auch keine Medikamente genommen. Die gesundheitlichen Probleme hätten sich im Frühling zugespitzt.

Schloter hinterliess einen Abschiedsbrief (wir berichteten). Dieser liess darauf schliessen, dass seine Leiden ausschliesslich auf private Gründe zurückzuführen waren.

(TA)

Erstellt: 22.08.2013, 14:15 Uhr

Artikel zum Thema

Schloter hinterliess einen Abschiedsbrief

Hintergrund Sein Umfeld kann den Freitod von Carsten Schloter bis heute nicht erklären. Der einzige Hinweis, den er hinterlässt, ist ein Abschiedsbrief. Und darin nennt er ausschliesslich private Gründe. Mehr...

Wer schlägt eigentlich beim CEO-Burn-out Alarm?

Hintergrund Der verstorbene Carsten Schloter litt offenbar unter Schlafstörungen. Während normale Mitarbeiter Hilfe holen können, stehen die obersten Chefs alleine da. Was Experten als Lösung vorschlagen. Mehr...

Schloter litt unter Schlafstörungen

Der verstorbene Swisscom-Chef Carsten Schloter hatte offenbar ein Burn-out. Er konnte während Wochen nicht schlafen, liess sich aber nicht medizinisch behandeln. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

Sweet Home Die besten Orte für eine neue Ordnung

Geldblog Bei GAM fliessen weiterhin Vermögen ab

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...