Shell rettet französische Petroplus-Raffinerie

Eine französische Raffinerie des insolventen Konzerns mit Hauptsitz in Zug kann einstweilig weiterbetrieben werden. Präsident Sarkozy hat den Deal eingefädelt.

Ein Mann im Wahlkampf: Nicolas Sarkozy verkündet in der Raffinerie in Petit Couronne die vorläufige Rettung der Arbeitsplätze.

Ein Mann im Wahlkampf: Nicolas Sarkozy verkündet in der Raffinerie in Petit Couronne die vorläufige Rettung der Arbeitsplätze. Bild: Keystone

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Die insolvente Raffineriebetreiberin Petroplus hat mit dem britisch-niederländischen Energiekonzern Shell am Freitag ein Abkommen zum zeitweiligen Weiterbetrieb der Raffinerie im französischen Petit Couronne geschlossen. Der Vertrag «ist unterschrieben», erklärte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Freitag höchstpersönlich anlässlich einer Stippvisite vor Ort.

Die 50 Millionen Euro (60,3 Millionen Franken), die für eine Wiederinbetriebnahme der Raffinerie notwendig sind, seien somit sichergestellt, sagte Sarkozy. 20 Millionen davon sollen von Shell übernommen werden. Woher die übrigen 30 Millionen Euro kommen, wurde aus den Ausführungen des Präsidenten nicht ersichtlich.

Ein Zeitgewinn

Das rette zwar noch nicht die Raffinerie, jedoch gewinne man damit mindestens sechs Monate Zeit, erklärte der Staatschef weiter. Bereits seit längerer Zeit versucht die französische Regierung, die Raffinerie in Petit Couronne vor der Schliessung zu bewahren, um die dortigen Arbeitsplätze zu erhalten.

Der am Freitag unterzeichnete Vertrag erlaubt es der Raffinerie in Petit Couronne nun, von Shell bereitgestelltes Rohöl verarbeiten zu können. Im Gegenzug bekommt Shell, seines Zeichens der frühere Besitzer der Raffinerie, Benzin und Diesel geliefert.

(sda)

Erstellt: 24.02.2012, 14:35 Uhr

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