So reagiert Martullos Ems Chemie auf den starken Franken

Der Chemiekonzern Ems hat im vergangenen Geschäftsjahr erneut einen Rekordumsatz erzielt. Doch auch er leidet unter dem starken Franken – und wird Massnahmen treffen. Die Aktie steigt.

Baustellen trotz Rekordgewinn: Magdalena Martullo posiert während eines Rundgangs durch die Ems Chemie auf einer Baumaschine. (12. Juli 2013)

Baustellen trotz Rekordgewinn: Magdalena Martullo posiert während eines Rundgangs durch die Ems Chemie auf einer Baumaschine. (12. Juli 2013) Bild: Keystone

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Wegen der starken Frankenaufwertung will das Unternehmen «Effizienzprogramme» beschleunigen. Den Rekord-Umsatz von 2013 hat die Ems-Chemie im vergangenen Jahr noch einmal getoppt: Der Umsatz legte um 4,6 Prozent auf 1,97 Milliarden Franken zu, wie das Unternehmenmitteilte. In Lokalwährungen gerechnet hätte der Anstieg sogar 7,8 Prozent betragen. Der Gewinn stieg um fast acht Prozent. Er beträgt nun 349 Millionen Franken, nach 324 Millionen im Jahr davor. Die Aktionäre sollen mit einer Dividende von zwölf Franken pro Aktie vom Geschäftsergebnis profitieren. Das ist ein Franken mehr als im Vorjahr.

Auf die starke Frankenaufwertung nach der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro werde Ems-Chemie reagieren, indem ein bereits lanciertes Effizienzprogramm «beschleunigt umgesetzt und verstärkt» werde, heisst es weiter. Dank dieser Massnahmen, sowie einer Wachstumsstrategie, soll das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit im laufenden Jahr auf Vorjahresniveau bleiben.

Börse reagiert positiv

Die Ems-Aktien haben im frühen Handel deutlich zugelegt und an der Spitze aller Titel an der Schweizer Börse notiert. Der Kurs stieg bis um 10 Uhr um 4,7 Prozent auf 387,75 Franken. Obwohl die vorgelegten Ergebnisse für 2014 auf der Gewinnstufe die Erwartungen der Analysten leicht verfehlten, zeigten sich Experten durchwegs positiv für das Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des als sehr solide taxierten Ausblicks.

Denn während Ems für 2015 beim Umsatz in Franken einen leichten Rückgang prognostiziert, werde beim Betriebsgewinn (Ebit) in Franken ein Wert auf Vorjahresniveau angepeilt. Dies impliziere eine deutliche Verbesserung der operativen Profitabilität, trotz des währungsbedingten Margendrucks, kommentierten die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Auch die Experten anderer Banken zeigten sich positiv überrascht von der EBIT-Prognose. Die Experten der UBS gaben indessen zu bedenken, dass die Dividendenrendite von Ems mittlerweile auch von Syngenta oder Givaudan erreicht würden, was die Attraktivität der Ems-Titel zumindest nicht erhöhe. (rar/sda)

Erstellt: 06.02.2015, 07:39 Uhr

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