Stellenabbau bei UBS und CS erwartet

Die beiden Schweizer Grossbanken präsentieren diese Woche ihre Quartalsergebnisse. Die Schuldenkrise und das Frankenhoch bereiten Schwierigkeiten. Experten rechnen gar mit Massenentlassungen.

Sorgenvolle Blicke: UBS-Konzernchef Oswal Grübel und sein Amtskollege von der Credit Suisse, Brady Dougan.

Sorgenvolle Blicke: UBS-Konzernchef Oswal Grübel und sein Amtskollege von der Credit Suisse, Brady Dougan. Bild: Keystone

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Morgen Dienstag präsentiert die Grossbank UBS ihre Quartalszahlen, am Donnerstag informiert die Credit Suisse (CS) über ihren Geschäftsgang. Beide dürften von einem schwierigen Quartal berichten. Nicht nur spüren sie die unsichere Lage an den Finanzmärkten, als Schweizer Banken plagt sie auch das Frankenhoch. Sowohl bei der UBS als auch bei der CS könnten laut Experten deshalb Massenentlassungen anstehen.

Denn während viele Kosten - vor allem für die Entlöhnung der Mitarbeiter - in Franken anfallen, kommen die Erträge zu einem guten Teil in ausländischen Währungen herein. Da gemäss Analysten im zweiten Quartal auch die Erträge eher schwach ausfallen dürften, könnte ein Stellenabbau zur Kostensenkung erst recht zum Thema werden.

Experten rechnen bei der UBS vor allem bei der Vermögensverwaltung (Wealth Management) mit einem Stellenabbau, bei der CS hingegen eher in der Investmentbank. Gemäss von den Medien weitergetragenen Spekulationen sollen bei der UBS bis zu 5000 Stellen weggespart werden, bei der CS weltweit 1600.

Gewinnschwelle über 1 Milliarde

Der Gewinn wird bei der UBS im zweiten Quartal zudem voraussichtlich tiefer als im Vorquartal und im Vorjahr ausfallen. Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Analysten gehen im Durchschnitt von einem Reingewinn von 1,2 Milliarden Franken aus. Von Januar bis März blieben der Bank unter dem Strich 1,8 Milliarden Franken übrig. Auch für die CS wird der Quartalsgewinn tiefer als zu Beginn des Jahres geschätzt. Im ersten Quartal verdiente sie 1,34 Milliarden Franken.

(sda)

Erstellt: 25.07.2011, 17:23 Uhr

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