Streit bei EasyJet

Der Gründer der Billigairline hat den Vorstand des Unternehmens verlassen. Er stellt sich gegen die Strategie des «unerbittlichen Wachstums».

Auf Wachstumskurs: Easyjet-Maschinen auf dem Flughafen in Belfast.

Auf Wachstumskurs: Easyjet-Maschinen auf dem Flughafen in Belfast. Bild: Keystone

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EasyJet-Gründer Stelios Haji-Ioannou hat aus Protest gegen die Strategie den Vorstand des Unternehmens verlassen. Er kündigte an, ein Sondertreffen der Aktionäre einzuberufen, um gegen die Strategie des «unerbittlichen Wachstums» bei Easyjet vorzugehen.

Die Familie des Unternehmers hält 38 Prozent Anteile und steht den Plänen des derzeitigen EasyJet-Vorstandes, die Flotte der Billigfluglinie auszubauen, kritisch gegenüber. Stattdessen wollen sie lieber den Blick auf Gewinn und Dividende lenken.

1995 gegründet

Verwaltungsratschef Sir Michael Rake äusserte sich überrascht über den Rücktritt. «EasyJet ist gut finanziert und hat eine gute Bilanz vorzuweisen», sagte er. Derzeit hat EasyJet 189 Flugzeuge. Bis Ende September 2012 sind 59 weitere bestellt.

Gemäss der Strategie will die Gesellschaft ihren Anteil an europäischen Kurzstreckenflügen von derzeit 7 auf dann 10 Prozent erhöhen. Haji-Ioannou hatte die Fluggesellschaft 1995 gegründet und wehrt sich schon länger gegen die Pläne. (jak/sda)

Erstellt: 14.05.2010, 22:59 Uhr

Ein umtriebiger Geschäftsmann: Stelios Haji-Ioannou bei der Eröffnung des EasyHotel in Zürich. (Bild: Keystone )

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