Swiss: Gewinn hebt ab

Die Schweizer Airline verzeichnet das drittbeste Ergebnis der Firmengeschichte. Mitverantwortlich ist der tiefe Ölpreis.

Investitionen in die Flotte und die Serviceleistungen: Die neue Bombardier-Maschine in Kloten (17. Juni 2015)

Investitionen in die Flotte und die Serviceleistungen: Die neue Bombardier-Maschine in Kloten (17. Juni 2015) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Die Swiss erwirtschaftete 2015 mit weniger Umsatz mehr Gewinn. Der Ertrag sank um 3,5 Prozent auf 5,035 Milliarden Franken. Das adjustierte Betriebsergebnis erhöhte sich jedoch um 34 Prozent auf 453 Millionen Franken.

Allerdings sagt die Swiss in ihrer Mitteilung nicht, um welche Faktoren der operative Gewinn angepasst wurde. Auf dieser Berechnungsgrundlage sei aber das drittbeste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt worden, hiess es.

Dazu beigetragen habe die konsequente Umsetzung ihrer Strategie. So habe Swiss kontinuierlich in ihre Flotte und ihre Serviceleistungen investiert. Beim Kapazitätsmanagement habe man konsequent auf eine optimale Auslastung geachtet. Einen positiven Ergebniseffekt hatte nicht zuletzt der tiefe Ölpreis, wie das Unternehmen mitteilt.

Rückgang im 4. Quartal

Der hohe Wettbewerbsdruck habe jedoch zu einem Zerfall der Durchschnittserlöse geführt. Auch die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die SNB habe sich negativ auf den Umsatz ausgewirkt, erklärt die Swiss.

Dieser sank im 4. Quartal um 6 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken. Der operative Gewinn brach gar um 39 Prozent auf noch 52 Millionen ein. Das Unternehmen führt den Rückgang auf auf Einmaleffekte zurück, die den Gewinn in der Vorjahresperiode aufgebläht hatten. Damals habe man Rückstellungen aufgelöst und die Meilenbewertung verändert.

Dass es trotzdem nicht so rund im vierten Quartal für die Swiss lief, zeigt sich an anderen branchenüblichen Kennzahlen. So ging von Oktober bis Dezember der Sitzladefaktor um 0,7 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent zurück. Die verkauften Sitzkilometer reduzierten sich um 1,2 Prozent. Die beförderten Frachttonnenkilometer wiesen ein markantes Minus von 10,2 Prozent auf und der Frachtladefaktor lag um 3,3 Prozentpunkte unter Vorjahreswert.

Swiss-Chef Thomas Klühr sieht im neuen Jahr weiterhin ein «äusserst anspruchsvolles» Umfeld. Man sei zwar gut aufgestellt, werde jedoch innerhalb der Lufthansa Gruppe weitere Synergien suchen. Die Swiss erwartet für das laufende Jahr ein Ergebnis leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Rekord bei den Passagieren

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Swiss 0,9 Prozent mehr Passagiere befördert. Damit hat die Fluggesellschaft mit 16,3 Millionen Passagieren einen neuen Rekord aufgestellt. Das Angebot war um 1,1 Prozent mehr Sitzkilometer ausgeweitet und die Anzahl verkaufter Sitzkilometer um 0,8 Prozent gesteigert worden. Die Auslastung der Flüge sank daher um 0,3 Prozentpunkte auf 83,4 Prozent.

Die verkauften Frachttonnenkilometer nahmen um 4,3 Prozent ab und der volumenmässige Frachtladefaktor sank um 3,5 Prozentpunkte. (rub)

Erstellt: 17.03.2016, 07:54 Uhr

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