Tesla verfehlt ambitionierte Absatzziele nur knapp

Der Elektroauto-Hersteller von Elon Musk konnte vergangenes Jahr weniger Wagen ausliefern als geplant. Grund sei eine verlangsamte Produktion wegen neuer Hardware.

Wollte 80'000 Autos verkaufen: Tesla-Chef Elon Musk an einer Pressekonferenz. (Archiv)

Wollte 80'000 Autos verkaufen: Tesla-Chef Elon Musk an einer Pressekonferenz. (Archiv) Bild: Marcio Jose Sanchez/AP/Keystone

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Der US-Elektroautobauer Tesla hat seine Produktion im vergangenen Jahr massiv gesteigert, aber seine eigenen Verkaufsziele am Jahresende verfehlt. Insgesamt seien rund 76'230 Wagen ausgeliefert worden, teilte das Unternehmen des schillernden Tech-Milliardärs Elon Musk am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Noch im Oktober hatte die Firma bekräftigt, mindestens 80'000 Autos an die Kundschaft bringen zu wollen. Trotz des knapp verfehlten Zieles hat Tesla somit seine Produktion um 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Im Schlussquartal sank der Absatz verglichen mit dem Vorquartal von 24'500 auf etwa 22'200 Fahrzeuge. Die Umstellung auf eine neue Fahrassistenz-Hardware habe die Produktion zwischenzeitlich gebremst, begründete Tesla.

Interesse unverändert hoch

Für Musk und seine ehrgeizigen Pläne bedeuten die Zahlen einen Rückschlag. Die Tesla-Aktie fiel nachbörslich um 1,7 Prozent. Der berühmte Tech-Unternehmer hat das Ziel ausgegeben, die Produktion bis 2018 auf 500'000 und bis 2020 auf eine Million Fahrzeuge pro Jahr hochfahren. 2016 fertigte das Unternehmen 83'922 Wagen, das ist ein Plus von 64 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

Das Kundeninteresse nach Teslas Elektroautos reisst indes nicht ab. Im letzten Quartal sei die Nachfrage besonders hoch gewesen, so die Firma. Die Bestellungen für die Luxus-Limousine «Model S» und den SUV «Model X» seien verglichen mit dem Vorjahreswert um 52 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal betrage das Plus 24 Prozent.

Tesla produziert derzeit zwei Fahrzeuge – die Limousine Model S und den Siebensitzer Model X. Bis zum Jahresende 2017 soll das Model 3 folgen, das mit einem Startpreis von 35'000 Dollar erschwinglicher sein soll als die bisherigen Modelle.

(mch/sda/afp)

Erstellt: 04.01.2017, 07:53 Uhr

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