Teure Mahngebühren auch von Swisscom, Sunrise und Co.

Wer seine Rechnung bei einem Schweizer Telecomanbieter nicht rechtzeitig bezahlt, für den wird es teuer.

Mahngebühren bei Telecomfirmen wie Cablecom sorgen bei vielen Kunden für Ärger.

Mahngebühren bei Telecomfirmen wie Cablecom sorgen bei vielen Kunden für Ärger. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Die hohen Mahngebühren von Cablecom geben zu reden. Einem Kunden, der sich bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet meldete, wurde zunächst eine Mahngebühr von 25 Franken belastet, nachdem er eine Rechnung zu spät bezahlt hatte. Später kam noch eine Wiederaufschaltgebühr von 49 Franken hinzu. Ein Leser schreibt dazu: Feinfühligkeit von Telecomanbietern zu erwarten, sei etwa ähnlich aussichtslos, wie zu hoffen, dass es im Hochsommer schneie. Und ein anderer meint: «Welcher Anbieter auch immer – so geht das nicht – die erste Mahnung muss kostenfrei sein.»

Ein Blick auf andere Anbieter zeigt, dass die ganze Branche wenig Erbarmen mit Kunden zeigt, die verspätet ihre Rechnung bezahlen. Bei der Swisscom beträgt die Mahngebühr 20 Franken, bei Konkurrent Sunrise gar 30 Franken pro Mahnung. Sunrise schickt immerhin eine erste kostenlose Zahlungserinnerung per SMS oder E-Mail. Zahlt der Kunde lediglich den Rechnungsbetrag, nicht aber die Mahngebühr, wird diese auf die Folgerechnung übertragen, bis sie beglichen wird. Salt kann gemäss den allgemeinen Geschäftsbedingungen für jede Mahnung 30 Franken in Rechnung stellen.

«Viele sind einfach selber schuld»

Etwas komplizierter wird es beim Thema Wiederaufschaltgebühr. Diese wird dann fällig, wenn ein Anbieter seinem Kunden den Anschluss sperrt, weil er seine Rechnungen nicht bezahlt hat. Während Cablecom bis zu 90 Franken dafür verrechnet, beträgt diese Gebühr bei Swisscom 40 Franken.

Beim Ex-Monopolisten kann man den Anschluss über die Website selber entsperren, wenn der Kunde nachweisen kann, dass er die Rechnung nun bezahlt hat. Dennoch werden 40 Franken dafür fällig. Sunrise dagegen verrechnet nicht die Wiederaufschaltung, sondern die Sperrung des Anschlusses. Kostenpunkt: 75 Franken. Salt beantwortete eine Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet nicht.

Nicht alle Leser haben Mitleid mit dem betroffenen Kunden. «Wenn man die Rechnung bezahlt», schreibt ein Leser, «gibt es keine Probleme.» Und ein anderer findet: «Viele sind einfach selber schuld, wenn sie die Verträge nicht lesen und alles falsch angehen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.05.2016, 11:14 Uhr

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