Toyota an tödlichem Unfall nicht schuldig

Es war ein viel beachteter Prozess: Trägt der japanische Autohersteller Toyota eine Verantwortung am Tod einer Autofahrerin in Kalifornien? Das Gericht wies die Klage von Vater und Sohn jedoch zurück.

Blitzten vor Gericht ab: Vater und Sohn mit der verunfallten Frau. (Archivbild)

Blitzten vor Gericht ab: Vater und Sohn mit der verunfallten Frau. (Archivbild) Bild: Keystone

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Ein Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien hat den Autohersteller Toyota in einem Pilotprozess vom Vorwurf freigesprochen, wegen technischer Mängel an einem Fahrzeug am Tod einer Autofahrerin schuldig zu sein. Das Verfahren war in der Branche stark beachtet worden.

Die Kläger – der Ehemann und der Sohn der Getöteten – hatten argumentiert, der Toyota Camry des Unfallopfers habe nach dem Aufprall eines anderen Wagens unkontrolliert beschleunigt und sei nicht ausreichend gegen Brems-Versagen ausgerüstet gewesen. Das Gericht wies die Klage zurück und attestierte Toyota, nicht für den Tod der Autofahrerin im Jahr 2009 verantwortlich zu sein.

Der Ausgang des Verfahrens stiess in der Branche auf grosses Interesse, da zahlreiche weitere Klagen im Zusammenhang mit unerwünschter Beschleunigung von Toyota-Fahrzeugen anhängig sind. Nach Angaben des Unternehmens sind seit 2009 rund 200 Sammelklagen und mehr als 500 Einzelklagen eingereicht worden.

Das Unternehmen hatte sich in einem Vergleich bereits verpflichtet, in den USA bis zu 1,4 Milliarden Dollar zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der unbeabsichtigten Beschleunigung von Fahrzeugen zu zahlen.

Zwischen 2009 und 2011 hatte Toyota mehr als zehn Millionen Fahrzeuge wegen mutmasslich klemmender Gaspedale und rutschender Fussmatten in die Werkstätten beordert. Die Probleme hatten mit dazu beigetragen, dass Toyota die Weltmarktführerschaft zeitweise an die Opel-Mutter General Motors abgeben musste. (chk/sda)

Erstellt: 11.10.2013, 05:30 Uhr

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