«Unser Schweizer Geschäft ist und bleibt ein ganz wichtiger Pfeiler»

Mit dem neuen CEO Tidjane Thiam stellt sich die Frage nach der Strategie der Credit Suisse für die Zukunft. VR-Präsident Urs Rohner hat gewisse Vorstellungen.

Der Neue, der VR-Präsident und der Alte: Tidjane Thiam

Der Neue, der VR-Präsident und der Alte: Tidjane Thiam Bild: Walter Bieri/Keystone

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Der Verwaltungsratspräsident der Grossbank Credit Suisse zeigt sich zuversichtlich, neues Geld von den Aktionären zu erhalten, falls das nötig wird. «Ich bin überzeugt, dass unsere Aktionäre bei einer Kapitalerhöhung mitziehen würden, die darauf abzielte, ein Wachstumsprojekt zu ermöglichen», sagt Urs Rohner im Interview mit der «SonntagsZeitung».

Derzeit gebe es aber keine solchen Pläne. Dem im Juli antretenden CEO Tidjane Thiam will er in strategischen Fragen erst einmal freie Hand lassen. «Kein Verwaltungsrat wird dem Management eine Strategie aufzwingen. Die Strategie muss vom Management kommen, mit dem Verwaltungsrat diskutiert, von diesem hinterfragt und abgesegnet werden», so Rohner. Thiam müsse sich selber ein Bild von der Credit Suisse machen und dann entscheiden, wo das grösste Entwicklungspotenzial liege.

Bekenntnis zum Heimmarkt

Indirekt räumt Rohner ein, dass der Abgang von Brady Dougan nicht freiwillig passiert. Auf die Frage wieso er sich von Dougan trenne antwortet Rohner: «Wir wollten gemeinsam sicherstellen, dass ein neuer Konzernchef die ganze mehrjährige Wachstumsphase steuern kann. Brady Dougan führt den Konzern schon seit acht Jahren, wobei durch die enorme Belastung in dieser Zeit jedes Jahr doppelt zählt.»

Obwohl der neue Mann an der Spitze das Geschäft in aufstrebenden Märkten vorantreiben soll, bekennt sich Rohner zum Heimmarkt. «Unser Schweizer Geschäft ist und bleibt ein ganz wichtiger Pfeiler», sagt Rohner. Man dürfte dessen Wachstumspotenzial nicht unterschätzen. (rsz)

Erstellt: 15.03.2015, 10:39 Uhr

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