«Versicherer haben einen grossen Hebel»

Am Samstag präsentiert Tagesanzeiger.ch/Newsnet Projekte, die die Welt verbessern. Die Versicherung Axa-Winterthur unterstützt die Aktion und sagt, warum sie ihr wichtig ist.

«Unser Strom stammt schon heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen»: Thomas Hügli, Axa-Winterthur.

«Unser Strom stammt schon heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen»: Thomas Hügli, Axa-Winterthur.

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Im Rahmen des sogenannten Impact Journalism Day stellen morgen 45 Zeitungen weltweit Lösungen in den Vordergrund statt Probleme. Als Versicherer haben Sie hauptsächlich mit Problemen und Risiken zu tun. Warum engagieren Sie sich für den Impact Journalism Day?
Wir haben als Versicherer die Vision, dass wir unsere Kunden beschützen und sie bei allen wichtigen privaten und beruflichen Ereignissen begleiten wollen. Dieses Versprechen bringt die Verpflichtung mit sich, uns langfristig für eine lebenswerte Umwelt und Gesellschaft einzusetzen. Dieses Anliegen vertritt auch der Impact Journalism Day, deswegen ist eine Partnerschaft sinnvoll.

Medien wie Versicherer arbeiten sich vor allem an den grossen K ab: Krisen, Krankheiten, Katastrophen, Kriege. Die Medien erklären, was passiert ist, die Versicherungen vergüten die Schäden. Wie kann ein Versicherer selbst Lösungen voranbringen?
Unser Geschäft ist der Umgang mit Risiken. Eines der grossen Risiken der Zukunft, die uns als Unternehmen auch finanziell stark herausfordern werden, ist der Klimawandel. In den letzten 50 Jahren hat sich die Häufigkeit von klimatisch verursachten Naturkatastrophen verfünffacht, und die damit verbundenen Kosten für die Gesellschaft haben sich verzehnfacht. Deswegen engagieren wir uns mit dem Axa-Research-Fund, der mit 200 Millionen Euro dotiert ist, für die Erforschung der Gefahren, wie sie zum Beispiel die Erderwärmung mit sich bringt. Ziel ist nicht nur ein besseres Verständnis, sondern auch eine bessere Prävention: das Wissen, mit welchen Massnahmen sich Schäden vermeiden lassen, bevor sie überhaupt entstehen. Unsere Kunden sollen sich besser schützen können, dafür entwickeln wir bessere Produkte und Dienstleistungen.

Der Klimawandel überfordert einzelne Länder, auch die mächtigsten, ja sogar die UNO. Was kann da ein einzelnes Unternehmen tun?
Sehr viel. Gerade internationale Versicherer haben dank ihrer Grösse, ihrem Geschäftsmodell und ihren Hunderten von Millionen Kunden einen grossen Wirkungshebel – sowohl auf der Versicherungs- als auch auf der Investitionsseite. Bei der Axa-Winterthur konzentrieren wir uns in unserer Umweltstrategie auf die Reduktion unserer CO2-Emissionen und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. So haben wir uns 2012 zum Ziel gesetzt, unseren CO2-Fussabdruck bis 2020 um weitere 30 Prozent zu reduzieren. Unser Strom stammt schon heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen. Wir engagieren uns mit Geld und Wissen stark im erwähnten Axa-Research-Fund, in der Klimastiftung Schweiz, ebenso bei Myclimate, um nur einige zu nennen.

Wie sind Sie auf den Impact Journalism Day aufmerksam geworden?
Die Axa-Gruppe ist dieses Jahr zum zweiten Mal als Sponsor dabei. Ich hatte das Glück, letztes Jahr Christian de Boisredon kennen zu lernen, der mit seiner Pariser Non-Profit-Organisation Sparknews den Impact Journalism Day ins Leben gerufen hat. Ich war sehr beeindruckt von seiner Leidenschaft, seinem Enthusiasmus und der Hartnäckigkeit, mit der er bei Verlegern gegen anfänglich grosse Widerstände für sein Anliegen geworben hat. Deswegen freue ich mich, dass Axa das Projekt unterstützt.

*Thomas Hügli ist Leiter Kommunikation und unternehmerische Verantwortung der Axa-Winterthur.

Erstellt: 19.06.2015, 11:11 Uhr

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