Was Fifa und Co. der Schweiz bringen

Eine Studie der ETH Lausanne untersuchte, was die Schweiz an internationalen Sportverbänden verdient. Eine Stadt profitiert besonders.

Eine von 9 untersuchten Organisationen, die den Sitz nicht im Kanton Waadt haben: Fifa-Präsident Sepp Blatter bei einer Pressekonferenz am Hauptsitz in Zürich. (20. März 2015)

Eine von 9 untersuchten Organisationen, die den Sitz nicht im Kanton Waadt haben: Fifa-Präsident Sepp Blatter bei einer Pressekonferenz am Hauptsitz in Zürich. (20. März 2015) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Internationale Sportorganisationen wie das Olympische Komitee (IOK) oder die Fussballverbände Uefa und Fifa bringen der Schweiz 1,07 Milliarden Franken pro Jahr. Von über der Hälfte dieser finanziellen Auswirkungen profitiert der Kanton Waadt.

Drothin fliessen 550 Millionen Franken und davon 250 Millionen Franken allein in den Bezirk Lausanne, wo zahlreiche Sportorganisationen wie das IOK ihren Sitz haben, wie der Kanton Waadt und die Stadt Lausanne am Donnerstag mitteilten. Der europäische Fussballverband Uefa hat zudem seinen Sitz in Nyon VD.

2150 Arbeitsplätze

Die Zahlen stammen aus einer Studie der «Académie Internationale des Sciences et Techniques du Sport» (AISTS), welche in Lausanne ihren Sitz hat. Neben der ETH Lausanne (EPFL) sowie der Universität gehören auch das IOK, die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt zu den Gründungsmitgliedern dieses Instituts.

Im Rahmen der Studie wurden 45 Sportorganisationen in der Schweiz unter die Lupe genommen. Davon befinden sich 36 im Kanton Waadt. An der Umfrage nicht teilgenommen hat das CIES (International Centre for Sport Studies) mit Sitz in Neuenburg.

Bei den 45 Organisationen waren 2013 rund 2150 Personen tätig. Die grössten Arbeitgeber sind das CIO, die Uefa und die Fifa. Gemäss den Studienautoren führten zudem Seminare, Kongresse und Ausbildungen zu 32'000 Übernachtungen in der Schweiz. Die Einnahmen aus dem Geschäftstourismus werden auf 19 Millionen Franken geschätzt. (rar/sda)

Erstellt: 09.04.2015, 16:06 Uhr

Artikel zum Thema

Fifa präsentiert Rekordzahlen – und bleibt Verein

Das WM-Jahr bescherte der Fifa einen nie dagewesenen Milliardenumsatz. Der Fussballverband wird aber nach dem Willen des Parlaments noch zum ermässigten Satz für Vereine besteuert. Mehr...

Bund verschont Sportverbände bei Bestechung

Die Fifa lehnt die Verschärfung des Korruptionsstrafrechts ab. In einem zentralen Punkt kommt das Justizdepartement den internationalen Verbänden jedoch entgegen. Mehr...

Europäer gucken finanziell in die Röhre

Die Diskussionen um den Termin der Austragung der WM 2022 in Katar gehen weiter. Der Grund: Die Fifa geht in finanzieller Hinsicht auf Konfrontation mit den europäischen Ligen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Wollen Sie einen echten Cyborg treffen?

Ihnen gehen Technik und Innovation unter die Haut? Gewinnen Sie 2x2 VIP-Tickets für die Volvo Art Session.

Kommentare

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...