Weko nimmt JobScout24-Deal unter die Lupe

Die Übernahme von JobScout24 durch JobCloud ist noch nicht in trockenen Tüchern. Für die Wettbewerbskommission gibt es Anhaltspunkte für eine marktbeherrschende Stellung.

Die vertiefte Prüfung soll innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten erfolgen: das Logo der Wettbewerbskommission Weko in Bern. (30. April 2014)

Die vertiefte Prüfung soll innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten erfolgen: das Logo der Wettbewerbskommission Weko in Bern. (30. April 2014) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

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Die Wettbewerbskommission (Weko) will die Übernahme von JobScout24 durch JobCloud vertieft prüfen. Es bestünden Anhaltspunkte, dass diese Übernahme eine marktbeherrschende Stellung im Bereich der Stellen-Rubrikanzeigen begründe oder verstärke, schreibt die Weko.

JobCloud betreibt mehrere Internetportale im Bereich Stellen-Rubrikanzeigen wie unter anderem jobs.ch und jobup.ch. An JobCloud halten der Tamedia-Konzern, zu dem auch Tagesanzeiger.ch/Newsnet gehört, und Ringier je 50 Prozent des Kapitals. JobScout24 betreibt mit jobscout24.ch ebenfalls eine Online-Stellenbörse.

Auch Ricardo-Übernahme wird geprüft

Weil JobCloud bereits heute über eine starke Stellung verfüge, bestünden Anhaltspunkte für eine Verstärkung einer allenfalls schon heute marktbeherrschenden Stellung von JobCloud, hält die Weko in ihrer Mitteilung vom Dienstag fest.

Die vertiefte Prüfung soll innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten erfolgen. Die Weko hatte bereits vor wenigen Tagen eine vertiefte Prüfung der Übernahme von Ricardo durch Tamedia eingeleitet. Ricardo ist mit olx.ch ebenfalls im Bereich Stellen-Rubrikanzeigen tätig. JobScout 24 gehört zu Scout24 Schweiz und wird von Ringier kontrolliert. (dia/sda)

Erstellt: 16.06.2015, 08:44 Uhr

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