Wie verfilzt ist die Bündner Bauwirtschaft?

Die Weko hat ihre laufende Untersuchung im Unterengadin auf den gesamten Kanton ausgedehnt. Illegale Absprachen unter Unterfirmen stehen dabei im Fokus.

Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen: Baustelle in Laax. (Archivbild)

Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen: Baustelle in Laax. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die seit Oktober letzten Jahres laufende Untersuchung gegen Bauunternehmen im Unterengadin wird auf den ganzen Kanton Graubünden ausgedehnt. Es werden illegale Absprachen unter den Unterfirmen vermutet.

Erneut seien auch Razzien durchgeführt worden, teilte die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) heute mit. Der Wettbewerbsbehörde liegen demnach Anhaltspunkte vor, wonach sich neben Firmen im Unterengadin weitere Unternehmen in Graubünden im Strassen- und Tiefbau abgesprochen haben.

Es gebe Indizien, dass diese Absprachen dazu dienten, die Zuteilung von Ausschreibungen zu koordinieren sowie Bauprojekte und Kunden aufzuteilen, schrieb die Weko. Im Rahmen der Untersuchung wird nun geprüft, ob tatsächlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen. Eine erste Untersuchung war Ende Oktober vergangenen Jahres gegen mehrere Firmen im Unterengadin eröffnet worden. (mrs/sda)

Erstellt: 24.04.2013, 15:07 Uhr

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